ANGA COM

Nach Übernahme: Verschwindet Marke Unitymedia bald vom Markt?

Die Entscheidung der EU-Kommission über eine Übernahme von Unitymedia durch Vodafone rückt näher. Wie sieht die Zukunft des Kabelnetzbetreibers dann aus? Ein Unternehmenssprecher äußerte sich zurückhaltend gegenüber unserer Redaktion.

UnitymediaIst das Firmenlogo von Unitymedia demnächst Geschichte?© Unitymedia GmbH

Köln - Auf der Breitbandmesse ANGA COM in Köln ist der in der Domstadt ansässige Kabelnetzbetreiber Unitymedia (Angebote von Unitymedia) Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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wie in den Vorjahren auch in diesem Jahr wieder mit einem eigenem Messestand und Veranstaltungsprogramm vertreten. Doch es könnte der letzte große, eigenständige Auftritt des Unternehmens sein. Bis zum Sommer, vermutlich bis Ende Juli 2019, wird die EU-Kommission in Brüssel entscheiden, ob Vodafone grünes Licht für die Übernahme von Unitymedia erhält.

Betreiberwechsel bringt zunächst keine Änderungen für Kunden

Doch wie sieht die Zukunft von Unitymedia dann aus? Gegenüber unserer Redaktion äußerte sich ein Unitymedia-Sprecher auf der ANGA COM nur sehr zurückhaltend zu Details. Im Moment hängt vieles noch in der Schwebe, entsprechend vorsichtig kommuniziert das Unternehmen nach außen. Immerhin: Für Kunden werde sich nach einer Übernahme von Unitymedia durch Vodafone zunächst nichts ändern, da erst mal nur der Eigentümer wechsele.

Vergleicht man das Tarifportfolio von Vodafone und Unitymedia, so ähneln sich etliche Tarife preislich: Neukunden zahlen bei beiden Kabelnetzbetreibern aktuell meist knapp 20 Euro in den ersten zwölf Monaten. Über kurz oder lang dürfte Vodafone die jetzigen Unitymedia-Tarife durch die eigenen Tarife ersetzen. Kommt es zu Preiserhöhungen infolge der Einführung von neuen Tarifen, dürften Unitymedia-Kunden nach Ansicht unserer Redaktion wohl ein gesondertes Kündigungsrecht haben.

Schnelle Einführung von Vodafone-Tarifen?

Bei Kabel Deutschland hatte der gesamte Übernahmeprozess inklusive Einführung der Vodafone-Tarife rund zwei Jahre gedauert. Wir gehen davon aus, dass es bei Unitymedia eventuell schneller verlaufen könnte, da Vodafone nun bereits Erfahrung mit einer Fusion hat. Da ein solcher Zeitplan jedoch letztlich von Vodafone abhänge, konnte der Unitymedia-Sprecher dies uns gegenüber nicht kommentieren. Ob die Netze von Vodafone und Unitymedia sich technisch einfach zusammenlegen lassen, müsse ebenfalls Vodafone beantworten. Bei der damaligen Fusion von Unitymedia und Kabel BW gab es etwa unterschiedliche Hardware und Netzwerkkomponenten.

Zukunft von Gigabit-Internet bei Unitymedia?

Unitymedia verfügt über sechs sogenannte Gigabit-CItys: In Bochum, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Mannheim und Heilbronn geht es bei Bedarf mit bis zu 1 Gbit/s ins Netz. Unitymedia-Kunden, die sich für einen Gigabit-Anschluss entschieden hätten, würden nach Angaben des Unitymedia-Sprechers auch die versprochene Gigabit-Geschwindigkeit erhalten. Es gebe aber bei etlichen Kunden ein Problem mit den Endgeräten, die nicht fit für Gigabit-Internet seien. Zu Planungen über weitere Gigabit-Städte im Verbreitungsgebiet von Unitymedia hält sich der Kabelnetzbetreiber jedoch zurück.

Vodafone ist da inzwischen weit vorgeprescht und bietet Gigabit-Speed bereits für über 9 Millionen Kabel-Haushalte in vielen Städten an. Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter hat bereits angekündigt, nach dem Okay für die Unitymedia-Übernahme auch im Kabelnetz in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg Gigabit-Internet in vielen Städten anzubieten.

Fraglich ist derzeit die Zukunft der Gigabit-Version des WLAN-Kabelrouters Connect Box. In den Gigabit-Citys setzt Unitymedia auf die Fritz!Box 6591, die neue Connect Box wurde dagegen noch nicht ausgerollt.

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Jörg Schamberg

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