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Nach Uber und Airbnb: Städte gehen gegen Parkplatz-Apps vor

Parkplätze sind rar. Einige Startups machen deshalb die Not der Autofahrer zur Geschäftsidee. Gegen Geld vermitteln sie freie Parkplätze. Die ersten Städte wehren sich nun dagegen.

23.10.2014, 15:46 Uhr
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Parkplätze in Innenstädten sind rar. Einige Startups machen deshalb die Not der Autofahrer zur Geschäftsidee. In ihren Apps zeigen sie nicht nur freie Parkplätze an, sondern vermitteln diese auch gegen Geld. Die ersten Städte wehren sich nun dagegen. Dies berichet Technology Review.

Fünf bis sieben Dollar pro Parkplatz

Die Städte sehen dies als unzulässige Vermarktung von öffentlichem Raum. Die Stadt San Francisco hat die App MonkeyParking im Juni sogar verboten. Wer einen Parkplatz freigab, konnte diesen versteigern. Von den fünf bis sieben Dollar erhielt MonkeyParking 20 Prozent. Die Stadt sprach von einem "räuberischen Privatmarkt für öffentlichen Parkraum."

Noch nicht optimal gelöst ist das Problem, wie freie Parkplätze erfasst werden. Apps wie Ampido, ParkNav, MonkeyParking, Park2gether, Parkonaut, ParkTag oder ParkU sind darauf angewiesen, dass Nutzer freie Plätze melden. Dies funktioniert aber nicht immer zuverlässig.

Sensoren im Asphalt

SchlauerParken setzt Kameras ein. Das an der State University of New York in Buffalo entwickelte System Pocketsourcing nutzt die Standort- und Bewegungsdaten eines Smartphones, auf dem die App PocketParker läuft, um freie Parkplätze zu erkennen.

Aber auch die Städte arbeiten an eigenen technischen Lösungen. San Francisco, Pisa, Barcelona und Braunschweig statten Parkplätze mit Sensoren im Asphalt aus, die online anzeigen, ob ein Platz frei ist oder nicht. Details zu allen Lösungen gibt die Fachzeitschrift Technology Review in ihrer November-Ausgabe.

Die in San Francisco verbotene App MonkeyParking startet dem Bericht zufolge einen neuen Anlauf in Santa Monica. Dort soll nun die Stadt an den Einnahmen beteiligt werden.

(Peter Giesecke)

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