Ab Juni 2017

Nach Roaming-Aus: Telefónica Deutschland rechnet mit weniger Gewinn

Der für Mitte Juni geplante Wegfall der Roaming-Gebühren im EU-Ausland hat laut Telefónica Deutschland-Chef Markus Haas einen spürbaren Effekt auf den Gewinn des Mobilfunknetzbetreibers. Im EU-Ausland würden dann kaum mehr Umsätze erzielt.

Jörg Schamberg, 17.05.2017, 09:52 Uhr (Quelle: DPA)
Handy im Urlaub© Alliance / Fotolia.com

Frankfurt/München - Der Mobilfunkanbieter Telefonica Deutschland (O2) stellt sich angesichts der Abschaffung der Roaming-Gebühren in Europa auf eine deutliche Gewinnbelastung ein. "Wir rechnen mit einer Belastung des operativen Ergebnisses vor Abschreibungen (Ebitda) von 3 bis 4 Prozent", sagte der neue Vorstandschef Markus Haas der "Börsen-Zeitung" (Mittwoch). Infolge einer neuen EU-Verordnung müssen Mobilfunk-Kunden für die Handynutzung bei Reisen in andere EU-Länder vom 15. Juni an keine zusätzlichen Gebühren mehr zahlen.

Umsätze im EU-Ausland brechen weg

"Fest steht, dass ich bei der Nutzung im EU-Ausland von Juli an keine nennenswerten Umsätze mehr habe", sagte Haas. Und das künftige Roaming-Verhalten seiner Kunden könne er nicht genau vorhersagen. In den teureren Handytarifen seien zwar bereits seit einiger Zeit Roaming-Pakete enthalten. Es gebe aber auch Kunden, die keinen solchen Tarif hätten, betonte der Manager.

Günstige Handytarife finden
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang