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Nach Kritik: Anti-Facebook Ello verzichtet auf bezahlte Werbung

Nachdem bekannt wurde, dass das soziale Netzwerk Ello knapp eine halbe Million Dollar von einem Riskiokapitalgeber erhalten hatte, kam Kritik an der Facebook-Alternative auf. Als Reaktion änderte Ello seine Rechtsform und und schrieb im Firmenstatut fest, keine bezahlte Werbung zu schalten.

24.10.2014, 17:16 Uhr (Quelle: DPA)
Facebook © Facebook

Das junge Online-Netzwerk Ello macht ernst bei seinem Versprechen, auf Werbung zu verzichten. Das Start-up ließ sich in den USA als Unternehmen, das dem öffentlichen Wohl dient, registrieren (PDF). Dadurch sollen Investoren keinen Einfluss auf wirtschaftliche Entscheidungen haben. Im Firmenstatut wurde festgeschrieben, dass Ello keine Nutzerdaten an Dritte verkaufen und keine bezahlte Werbung schalten (PDF) werde. Dies solle auch bei einem Verkauf gelten.

Ello sicherte sich Gelder von Risikookapitalgeber

Ello hatte mit seinem Ansatz als "Anti-Facebook" in den vergangenen Wochen viel Aufmerksamkeit bekommen. "Sie sind kein Produkt", versprach Gründer und Chef Paul Budnitz seinen Kunden in Anspielung auf das Geschäftsmodell anderer Dienste.

Die Betreiber gerieten zugleich in die Kritik nachdem bekannt wurde, dass sie 435.000 Dollar von einem Risikokapitalgeber bekommen hatten. Solche Investoren sind meist darauf orientiert, ihren Einsatz mit sattem Profit wieder hereinzuholen. Jetzt sicherte sich Ello dem Technologieblog "TechCrunch" zufolge weitere 5,5 Millionen Dollar. Die Geldgeber mussten sich jedoch schriftlich verpflichten, die Grundsätze des Netzwerks zu achten.

(Jörg Schamberg)

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