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Nach Druck der DFL: Jugendliche twittern keine Bundesliga-Videos mehr

Zwei Jugendliche aus Östterreich hatten über ihren Twitter-Account Videoschnipsel von aus dem TV abgefiltem Toren aus der Bundesliga getwittert. Die DFL drohte mit juristischen Konsequenzen und sprach von "digitaler Piraterie".

21.04.2014, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© Gina Sanders / Fotolia.com

Nach der Androhung von möglichen juristischen Konsequenzen durch die Deutsche Fußball Liga twittern zwei Jugendliche keine Videoschnipsel aus der Bundesliga mehr. "Wir glauben nicht, dass es illegal ist. Wir wollten aber keine rechtlichen Folgen riskieren", sagte der 17 Jahre alte Wiener am Sonntag auf dpa-Anfrage. Gemeinsam mit seinem Bruder hatte er auf dem Account "@BL_Latest" neben Nachrichten über den deutschen Fußball bis Samstag auch vom Fernsehen abgefilmte Tore veröffentlicht. "Nach den Aussagen der DFL haben wir aufgehört, Videos zu posten."

DFL: "Dies sind keine Kavalierdelikte"

Jürgen Paepke, leitender Justitiar der DFL, hatte im Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (Montag) von "digitaler Piraterie" gesprochen: "Dies sind keine Kavaliersdelikte, sondern Verstöße gegen das Urheberrechtsgesetz, die auch strafrechtlich relevant sein können."

Bis Sonntagnachmittag hatte das Profil der Österreicher mehr als 2.200 Follower. "Wir hoffen natürlich, dass es keinen ernsthaften Ärger wegen der Videos gibt", erklärte die Mutter der beiden Brüder. "Aber es ist ja nicht-kommerziell."

(Jörg Schamberg)

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