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Nach Deutschlandstart von Netflix taumelt Watchever

Watchever kämpft mit großen Anlaufverlusten und findet keinen Käufer. Der Deutschlandstart von Netflix senkt die Überlebenschancen laut "Der Spiegel" zusätzlich.

28.09.2014, 13:01 Uhr
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Laut eines Bericht des Magazins Der Spiegel reduziert der Deutschlandstart von Netflix die Überlebenschancen der Online-Videothek Watchever deutlich. Der Streamingdienst verfügt über etwa 350.000 Nutzer und kämpft mit rund hundert Millionen Euro Anlaufverlusten.

Verkauf von Watchever bisher gescheitert

Versuche des französischen Mutterkonzerns Vivendi, das Unternehmen an ProsiebenSat1, Sky oder Netflix zu verkaufen, schlugen fehl. Als letzte Chance steht eine Übernahme durch das Management zur Debatte. Ex-Premiere-Chef Georg Kofler bot sich als Investor an, die Verhandlungen mit Vivendi haben allerdings noch immer nicht richtig Fahrt aufgenommen, weil der Konzern nicht nur die Verluste tragen muss, sondern auch Inhalte beisteuern soll.

Führung bröckelt

Die beiden früheren Watchever-Manager Sabine Anger und Stefan Schulz haben endgültig das Unternehmen verlassen und waren bereits Ende Juli nicht mehr als Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen. Ihre Arbeit an einem Übernahmekonzept für Watchever führen sie jedoch laut "Der Spiegel" fort.

(Falko Kuplent)

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