Internetadressen

Nach Brexit: Was geschieht mit eu-Domains?

Der Brexit hat auch Folgen für die Registrierung und Nutzung einer eu-Internetadresse. Denn erforderlich ist ein Wohnsitz in einem EU-Mitgliedsstaat. Was passiert mit in Großbritannien registrierten eu-Domains?

Top-Level-Domains© niroworld / Fotolia.com

Berlin - Wenn Großbritannien aus der EU austritt, können britische Bürger, Unternehmen oder Organisationen eu-Internetadressen nicht mehr registrieren oder verlängern. Eine Ausnahme will die EU-Kommission für EU-Bürger machen, die dauerhaft oder übergangsweise in Großbritannien leben. Diese sollen im Falle eines Austritts unabhängig von ihrem Wohnort eu-Domains weiter nutzen oder auch neue Adressen registrieren können, heißt es in einer Bekanntmachung der EU-Kommission.

Droht Briten ein Entzug bestehender eu-Adressen?

Britischen Bürgern und Firmen dürfte die für die eu-Domain zuständige Registrierungsstelle Eurid bestehende eu-Adressen nach einem Brexit rein rechtlich gesehen sogar entziehen. So hat der Europäische Gerichtshof bereits 2012 entschieden, dass eu-Adressen nur für innerhalb der EU ansässige Unternehmen gedacht sind (Az.: C-376/11).

Konkret urteilte das Gericht, dass eine Firma, die eine Marke als eu-Domain registrieren lassen möchte, zum einen ihren Sitz in einem EU-Mitgliedsstaat haben muss und zum anderen die Domain auch selbst kommerziell nutzen muss.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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