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MyOnlineCall: Der Call-Shop geht ins Internet

Um bis zu 83 Prozent günstigere Telefonate als Skype verspricht das Berliner Startup 36COM. Telefoniert wird direkt per Online-Anwendung, das Kundenkonto wird per Paysafecard aufgeladen.

31.05.2009, 16:31 Uhr
Internettelefonie© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Sie sind in vielen Städten anzutreffen: Call-Shops, die Auslandstelefonate zu günstigen Tarifen anbieten. Genutzt werden sie häufig von Studenten oder auch von Reisenden, die nach Hause telefonieren möchten. Das Prinzip dieser Call-Shops übertragt das Berliner Startup 36COM nun ins Internet.
Kontoaufladung per Paysafecard
36COM, in Europa mit 1.300 Call-Shops vertreten, bietet mit MyonlineCall.com einen ähnlichen VoIP-Service wie etwa Skype an. Eine eigene Software wird allerdings nicht benötigt, zum Telefonieren steht auf der Webseite eine Online-Anwendung bereit. Voraussetzung ist lediglich ein Computer mit Internetanschluss und ein Headset. Nach der kostenlosen Registrierung mit E-Mailadresse und Passwort sowie einer Bestätigung per E-Mail kann mit dem kostenlosen Startguthaben in Höhe von 50 Cent sofort lostelefoniert werden. Weitere Aufladungen des Kontos sind per PIN-Code einer Paysafecard möglich. Diese Aufladekarte ist an rund 50.000 Verkaufsstellen in Deutschland - Tankstellen, Drogeriemärkten und Lottoannahmestellen - erhältlich.
Teils günstiger als Skype
Im Vergleich mit dem populären, weit verbreiteten Skype bietet MyOnlineCall (MOC) nach eigenen Angaben teils um bis zu 83 Prozent günstigere Tarife an. Eine Verbindungsgebühr wird nicht erhoben, die Abrechnung erfolgt minutengenau. Gespräche in das deutsche Festnetz werden mit einem Cent pro Minute berechnet, über Skpye fallen hierfür 1,7 Cent und eine Verbindungsgebühr von 4,5 Cent pro Anruf an. Gespräche in die USA kosten bei MOC dagegen drei Cent pro Minute, während über Skpye lediglich ein Minutenpreis von zwei Cent anfällt. Telefonate in deutsche Mobilfunknetze sind mit MOC für 16 Cent pro Minute möglich, Skype ist hier mit 23 Cent wiederum teurer.
Dennoch lohnt sich auch ein Blick auf die etlichen anderen VoIP-Anbieter, auch wenn die VoIP-Branche derzeit ein wenig kriselt. Im März hatte sich etwa Carpo aus dem VoIP-Markt zurückgezogen, auch Pepphone wird seinen VoIP-Kunden bis zur Mitte des Jahres kündigen. VoIP-Anbieter in der Übersicht finden sich auf unseren Hintergrundseiten.

(Jörg Schamberg)

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