Handys

MWC: Vier neue Nokia-Handys am Start

Neben zwei neuen E-Series-Modellen für die E-Mail-Kommunikation hat Nokia auch ein neues Navigations-Handy und ein Telefon für Otto-Normal-Nutzer vorgestellt.

16.02.2009, 13:32 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Auch wenn die Mobilfunk-Branche von der Weltwirtschaftskrise nicht unmittelbar betroffen ist, so ist doch ein Hauch von abwartender Zurückhaltung auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zu spüren. Die aus den vergangenen Jahren bekannten Feuerwerke an Produktneuheiten wurden bisher noch nicht gezündet. Sony Ericsson hat sich mit einer echten und einer halb entwickelten Neuvorstellung an die Öffentlichkeit getraut und auch Marktführer Nokia hat auf seiner offiziellen Pressekonferenz nicht viel mehr zu bieten als zwei neue Handys aus der E-Serie: das E55 als neues E-Mail-Schlachtschiff und der Communicator-Nachfolger E75. Immerhin: versteckt in der offiziellen Pressemappe sind noch zwei weitere Neuheiten zu finden.
Nokia E55 – E-Mail für alle
Mit dem neuen Symbian-Series60-Smartphone E55 möchte Nokia insbesondere die E-Mail-Kommunikation auf dem Handy deutlich vereinfachen. Laut offizieller Produkt-Präsentation auf dem MWC ist es das dünnste E-Mail-Sartphone der Welt. Es misst 116 Millimeter in der Länge, 49 Millimeter in der Breite und knapp zehn Millimeter in der Tiefe – bei einem Gewicht von 98 Gramm. Die Navigation erfolgt über eine klassische Handy-Tastatur und ein 2,4 Zoll großes Display, das bei einer Auflösung von 320x240 Bildpunkten 16 Millionen Farben darstellt.
Stolz ist man bei Nokia auch auf die Akkulaufzeiten. Satte 28 Tage soll der Akku im Standby-Betrieb durchhalten und ordentliche acht Stunden für ein Dauergespräch zur Verfügung stehen. Gefunkt wird über eine Quadband-Antenne in allen GSM-Netzen der Welt. Alternativ dazu sind auch UMTS- oder gar HSDPA-Verbindungen mit bis zu 10,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream und über HSUPA mit bis zu zwei Mbit/s im Upstream möglich. Außerdem an Bord: eine WLAN-Schnittstelle nach IEEE 802.11 b/g-Standard.
Fairer Verkaufspreis
An weiteren Extras stehen Stereo-Bluetooth-Schnittstelle, 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, eine 3,2-Megapixel-Kamera mit Fotolicht sowie MP3-Player und RDS-Radio zur Verfügung. Außerdem ein GPS-Empfänger um zum Beispiel Applikationen wie Nokia Maps nutzen zu können. Der interne Speicher kann 60 Megabyte aufnehmen, eine Speicherkarte mit einer Kapazität von zwei Gigabyte ist beim Kauf bereits inklusive.
Voraussichtlicher Einführungstermin für das E55 ist das zweite Quartal dieses Jahres zu einem Preis von etwa 315 Euro ohne Vertrag. Als Nachfolger der bekannten Communicator-Serie hat Nokia voraussichtlich ab April das E75 im Programm. Auch bei diesem Modell soll die E-Mail-Kommunikation im Vordergrund stehen. Dabei kann sowohl auf eine klassische Handytastur als auch auf ausschiebbare QWERTZ-Tasten gesetzt werden.
Nokia E75
Das 112x50x14 Millimeter kleine und 139 Gramm schwere Series60-Smartphone bietet allerdings weniger als das E55. So sind zum Beispiel HSDPA-Downloads maximal mit 3,6 Mbit/s möglich, Uploads erreichen bestenfalls Übertragungsraten von 384 Kbit/s. Eine WLAN-Schnittstelle nach IEEE 802.11 b/g-Standard hat aber auch das E75 zu bieten. Genauso einen GPS-Empfänger und eine 3,2-Megapixel-Kamera. Die ist sogar nicht nur mit einem Fotolicht ausgestattet, sondern kann Autofokus-Funktionalität vorweisen.
Viel Speicher inklusive
Sprachverbindungen sind in allen GSM-Netzen weltweit möglich. Die integrierte Quadband-Antenne macht es möglich. Die Standbyzeit liegt bei vergleichsweise geringen elf Tagen, die maximal mögliche Sprechzeit bei etwa fünf Stunden. Das Display kann auf 2,4 Zoll bei einer Auflösung von 320x240 Pixeln 16 Millionen Farben darstellen. Eine vier Gigabyte große Speicherkarte unterstützt den internen Speicher, der 50 Megabyte an Daten aufnehmen kann.
Wenn das Handy im April in den Handel kommt, wird es allerdings alles andere als ein Schnäppchen sein. Stolze 450 Euro müssen auf den Tisch gelegt werden, um den Communicator-Nachfolger sein Eigen nennen zu dürfen. Für das dritte Quartal angekündigt ist das GPS-Handy 6710 Navigator. Es basiert ebenfalls auf der Symbian-Plattform (Series60), ist mit einer Quadband-GSM-Antenne ausgestattet und erlaubt Datenverbindungen sowohl über UMTS als auch über HSDPA. Im Downstream sind maximal 10,2 Mbit/s möglich, im Upstream zwei Mbit/s.
Nokia 6710 navigator
Neben diversen Navigations-Extras wie Sprachausgabe, integriertem Kompass und Nokia Maps 3.0-Software soll das Handy auch mit einer hochwertigen Carl-Zeiss-Kamera überzeugen. Sie ist mit einer Fünf-Megapixel-Linse ausgestattet und soll über ein besonders hochwertiges Blitzlicht verfügen. Für Fotos steht ein vierfacher, für Videos ein zweifacher Digitalzoom zur Verfügung.
Mit Abmessungen von 105x50x15 Millimetern gehört das Telefon nicht zu den kleinsten Modellen am Markt. Dazu ist es mit 117 Gramm Gewicht kein Leichtgewicht. Trotzdem kann es mit weiteren Extras wie WLAN-Schnittstelle, Stereo-Bluetooth und einem 2,6 Zoll großen Display inklusive Lichtsensor und der Darstellung von 16 Millionen Farben überzeugen.
Ein Verkaufspreis war bisher noch nicht in Erfahrung zu bringen.
Schon im Laufe des zweiten Quartals wird Nokia das 6720 classic in den Handel bringen. Ebenfalls auf Basis des Betriebssystems Symbian (Series60) sind Sprachverbindungen weltweit in GSM-Netzen möglich. Dazu werden Datenverbindungen über HSDPA und HSUPA mit bis zu 10,2 Mbit/s im Down- und bis zu zwei Mbit/s im Upstream ermöglicht.
Nokia 6720 classic
Die Navigation durch das Handymenü erfolgt über eine klassische Handytastatur und das 2,2 Zoll große Display. Es kann bei einer Auflösung von 240x320 Bildpunkten 16 Millionen Farben darstellen. Ein Leichtgewicht ist aber auch das 6720 nicht. Es bringt 110 Gramm auf die Waage – bei Abmessungen von 110x45x14 Millimetern.
Überzeugen soll es hingegen durch seine integrierte Digitalkamera. Auch bei diesem Modell kommt eine Fünf-Megapixel-Kamera aus dem Hause Carl-Zeiss zum Einsatz. Ein Doppel-Fotolicht und vierfacher Digitalzoom runden die Kamera-Extras ab. Die Sprechzeit liegt bei ordentlichen acht Stunden, die maximal mögliche Bereitschaftszeit bei rund 20 Tagen.
Mit an Bord sind darüber hinaus Stereo-Bluetooth-Schnittstelle, 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss, USB 2.0-Anschluss und ein GPS-Empfänger. Eine Verbindungsmöglichkeit über WLAN fehlt. Musikalische Unterhaltung wird über einen MP3-Player und ein integriertes RDS-Radio ermöglicht. Der interne Speicher (50 Megabyte) lässt sich über eine microSD-Karte auf bis zu acht Gigabyte erweitern. Allerdings ist im Lieferumfang keine Speichererweiterung vorhanden.
Noch unklar ist auch bei diesem Modell der zu erwartende Verkaufspreis.

(Hayo Lücke)

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