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MWC: Fünf neue Android-Smartphones von HTC

Nicht kleckern, sondern klotzen lautete das diesjährige HTC-Motto auf der weltgrößten Mobilfunkmesse in Barcelona. Mit HTC Desire S, Wildfire S, Incredible S und den Facebook-Smartphones ChaCha sowie Salsa hatte der taiwanesische Handybauer gleich fünf neue Android-Smartphones im Gepäck.

15.02.2011, 10:01 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Nicht kleckern, sondern klotzen, lautete das diesjährige HTC-Motto auf der weltgrößten Mobilfunkmesse in Barcelona: Mit HTC Desire S, Wildfire S, Incredible S und den Facebook-Smartphones ChaCha sowie Salsa präsentierte der taiwanesische Handybauer zwar gleich fünf neue Android-Smartphones für (fast) alle Preisklassen; große Überraschungen blieben aber aus.

Übersicht

Seite 1 – HTC Desire S
Seite 2 – HTC Wildfire S
Seite 3 – HTC Incredible S
Seite 4 – HTC ChaCha
Seite 5 – HTC Salsa

Nachfolger des HTC Desire: das Desire S

Das 115,5 x 60 x 11,6 Millimeter messende HTC Desire S wurde als Nachfolgemodell des Desire konzipiert und ist daher eher als Upgrade, denn als völlige Neuvorstellung zu verstehen. Auffälligste Änderung: Anders als der Vorgänger wurde das Desire S vollständig aus einem Aluminiumblock gefertigt, kommt ohne physische Fronttasten aus und verfügt sowohl an Vorder- sowie Rückseite über eine Kamera. Das HD-fähige 5-Megapixel-Objektiv über dem Akkudeckel ist dabei mit Autofokus und LED-Blitzlicht ausgestattet.

Der 3,7-Zoll-Touchscreen vom Typ Super-LCD erreicht eine maximale Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten und gleicht damit der Anzeige des Desire. Auch im Inneren geben sich "alte" und "neue" Komponenten ein Stelldichein. So findet sich zwar weiterhin ein Qualcomm-Prozessor mit 1 Gigahertz (GHz) Taktrate, allerdings steht dem Desire S dafür mit 768 Megabyte (MB) RAM deutlich mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung. Auch der interne Speicherplatz wurde kräftig erhöht und beträgt nun 4 GB. Wie üblich kann der Ablageplatz per microSD um bis zu 32 GB erweitert werden; ein 8-GB-Speichermodul ist dabei bereits im Lieferumfang des Desire S enthalten.

Android 2.4 vorinstalliert

Bei den sonstigen Ausstattungsmerkmalen zeigt sich wiederum viel Bekanntes. Mit an Bord sind verschiedene Sensoren, ein digitaler Kompass, aGPS/GPS, Bluetooth 2.0 + EDR, WLAN in den Standards 801.11b/g/n, 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse sowie DLNA-Anschluss. Für beschleunigtes Surfen im mobilen Internet sorgt die Unterstützung von UMTS beziehungsweise HSDPA.

Als Betriebssystem dient das "Gingerbread"-Update Android 2.4. Die maximale Akkulaufzeit bei Gesprächen beträgt laut HTC rund zehn Stunden; im Standby werden knapp 19 Tage erreicht. Der verbaute Akku leistet 1.450 mAh. Die unverbindliche Preisempfehlung wird mit 489 Euro angegeben. Marktstart ist das zweite Quartal.

Auch das HTC Wildfire S tritt in bereits vorhandene Fußstapfen und soll nicht alles anders machen, aber einiges besser. So liefert nicht nur die verbaute Qualcomm-CPU mit 600 Megahertz (Mhz) eine geringfügig erhöhte Leistung, die Auflösung des kapazitiven 3,2-Zoll-TFT-Touchscreen wurde gleichermaßen auf 320 x 480 Pixel herauf geschraubt.

Upgrade-Variante des HTC Wildfire

"Darf’s ein bisschen mehr sein?" gilt ebenfalls beim Thema RAM: ein halbes Gigabyte spendiert HTC der zweiten Ausgabe seines "Jugendhandys". Der interne Speicherplatz beträgt 512 Megabyte (MB) und lässt sich mittels microSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte (GB) erweitern.

Zur weiteren Ausstattung zählen 5-Megapixel-Kamera mit Autofokus und LED-Blitz, Bluetooth 2.0 + EDR, WLAN in den Standards 801.11b/g/n, aGPS/GPS sowie eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse. Eine Frontkamera ist nicht verbaut. Ausflüge ins mobile Internet sind maximal in UMTS/HSDPA-Geschwindigkeit möglich.

Das Wildfire S kommt in den Abmessungen 101 x 60 x 12,4 Millimetern und liegt leicht in der Hand. Als Betriebssystem ist Android 2.4 inklusive HTC Sense vorinstalliert. Die maximale Akkulaufzeit beträgt HTC zufolge gut sieben Stunden im Dauergespräch und rund 24 Tage im Standby-Modus; der verbaute Energiespeicher leistet 1.230 mAh. Die ersten Geräte sollen im zweiten Quartal erhältlich sein. Kostenpunkt: 279 Euro.

Der dritte Neuzugang im Bunde, das HTC Incredible S, basiert ebenfalls auf einem bereits seit längerem verfügbaren Gerät, das bislang allerdings ausschließlich auf dem US-Markt zu finden ist. Es kann mit einer 1,3-Megapixel-Kamera für Videochats aufwarten und verfügt rückseitig über einen 8-Megapixel-Sensor inklusive Autofokus, HD-Unterstützung sowie Dual-LED-Blitz. Aufgenommene Videos und Bilder lassen sich dabei per DLNA-Technologie auch auf kompatible TV-Geräte übertragen.

4-Zoll-Display mit 800 x 480 Pixeln

Wer Filme oder Fotos vor allem unterwegs anschauen will, dürfte hingegen das mit 4 Zoll vergleichsweise große Super-LCD-Display des Incredible S zu schätzen wissen. Die recht hohe Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten sorgt zudem für eine detailreiche Darstellung der angezeigten Inhalte. Für flüssige Abläufe ist eine Qualcomm-CPU mit 1 Gigahertz (GHz) Taktrate verantwortlich, die von 768 Megabyte (MB) RAM flankiert wird. Für Fotos, Videos, Dokumente, Apps und andere Dateien wurden 4 Gigabyte (GB) Speicher fest installiert; weitere 8 GB werden als microSD-Modul mitgeliefert.

Die weitere Ausstattung besteht unter anderem aus Bluetooth 2.0 + EDR, WLAN in den Standards 801.11b/g/n, aGPS/GPS und einer 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum problemlosen Anschließen handelsüblicher Kopfhörer. In Sachen mobiles Internet gibt UMTS/HSDPA den Ton an. Als Betriebssystem ist noch Android 2.2 mit HTC Sense vorinstalliert, das jedoch baldmöglichst ein Update auf die aktuelle Version vom Typ Gingerbread erhalten soll.

Beim Thema Akkulaufzeiten nannte der taiwanesische Hersteller Werte von bis zehn Stunden bei aktiver Nutzung und maximal 13 Tage im Schlafmodus; die Leistung des integrierten Stromspeichers wird mit durchschnittlichen 1.450 mAh angegebenen. Das HTC Incredible S soll ab dem zweiten Quartal käuflich zu erwerben sein – mit 539 Euro allerdings keineswegs zu einem unglaublich günstigen Preis.

HTC-Frischling Nummer Vier erinnert durch seine BlackBerry-Optik auf den ersten Blick an ein Business-Modell; es soll jedoch vor allem eine Zielgruppe begeistern – Social-Media-Junkies und Facebook-Fanatiker. Denn mit dem ChaCha präsentiert HTC eines von zwei neuen Smartphones, die speziell auf die Nutzung des weltgrößten sozialen Netzwerks ausgerichtet sind und in Kooperation mit Facebook entwickelt wurden. Markanteste Merkmale des ChaCha sind eine physische QWERTZ-Tastatur sowie die gesonderte Facebook-Taste in leuchtendem Blau am unteren rechten Gehäuserand.

Alle Wege führen zu Facebook

Der Facebook-Knopf erfüllt im Großen und Ganzen den gleichen Zweck, wie sein virtuelles Pendant etwa auf Websites. So ist es durch Betätigung jederzeit möglich, Inhalte mit Freunden und Bekannten zu teilen. Ob Bilder, Posts, Webseiten, Artikel, der aktuelle Standort oder ein gerade abgespieltes Lied – ein Knopfdruck soll genügen und die Facebook-Gemeinde ist auf dem neuesten Stand. Bietet sich zu einem Thema anschließend ein Status-Update oder Kommentar an, macht das ChaCha mittels leuchtender Facebook-Taste selbst darauf aufmerksam.

Auch werden die Facebook-Freunde mit sämtlichen Kontaktfunktionen des Gerätes verknüpft; bei ein- und ausgehenden Anrufen erscheinen daher automatisch die neuesten Updates, Fotos oder eventuell anstehende Geburtstage auf dem Display. Auch die integrierte Kommunikationszentrale ist vollständig auf Facebook ausgerichtet und informiert sowohl über neue E-Mails, SMS oder Anrufe als auch die aktuellsten Nachrichten, Mails und Chats aus dem sozialen Netzwerk. Neue Facebook-Widgets erlauben darüber hinaus die Individualisierung der Homescreens.

2,6-Zoll-Touchscreen und 600-Megahertz-CPU

Der optische Ablageplatz ist jedoch begrenzt, denn das 114,4 x 64,6 x 10,7 Millimeter messende Spezialmodell verfügt bauartbedingt lediglich über einen 2,6-Zoll-TFT-Touchscreen, dessen volle Auflösung von 480 x 320 Pixeln zudem nur im Querformat (Landscape-Modus) ausgerollt wird. Hinter den Kulissen verrichten ein Qualcomm-Prozessor mit einer Taktrate von 600 Megahertz (MHz) und 512 Megabyte (MB) RAM ihren Dienst. Ebenso hoch fällt der interne Speicherplatz aus. Dieser kann aber leicht per microSD-Karte um bis zu 32 Gigabyte (GB) erweitert werden. Ein 2-GB-Modul liegt dem ChaCha bereits bei.

Mobiles Internet ist über WLAN in den Standards 801.11b/g/n oder per Mobilfunknetz maximal in UMTS/HSDPA-Geschwindigkeit möglich. Komplettiert wird der Funktionsumfang durch eine VGA-Kamera an der Vorder- sowie eine 5-Megapixel-Kamera inklusive LED-Blitz an der Rückseite, aGPS/GPS, Bluetooth 2.0 und den üblichen 3,5-Millimeter-Audioanschluss. Der integrierte Akku leistet 1.250 mAh. In Sachen Laufzeit geht dem Facebook-Handy laut Hersteller bei Gesprächen spätestens nach 7,5 Stunden und im Standby nach maximal 27,5 Tagen die Elektropuste aus. Als Betriebssystem kommt Android 2.4 mit HTC Sense zum Einsatz. Das ChaCha soll erstmals zur Mitte des zweiten Quartal im Handel auftauchen und kostet HTC zufolge 319 Euro.

Last but not least schickt HTC mit dem Salsa auch noch ein zweites Facebook-Handy auf die Tanzfläche. Das 3,4-Zoll-Modell in den Abmessungen 109 x 60 x 12,3 Millimeter verfügt wie das ChaCha über eine gesonderte Facebook-Taste, die auf Wunsch diverse Inhalte mit Freunden und Bekannten auf der Plattform teilt und ist so gleichermaßen als mobile Social-Media-Kommunikationsmaschine konzipiert.

Facebook-Androide mit Android 2.4

Der Facebook-Androide kommt mit einem TFT-Touchscreen und einer maximalen Displayauflösung von 480 x 320 Pixeln. Zur weiteren Ausstattung zählen unter anderem eine 600-Megahertz-CPU von Qualcomm, 512 Megabyte (MB) RAM, 512 MB Datenspeicher mit Erweiterungsoption um bis zu 32 Gigabyte (GB) per microSD-Karte und eine 5-Megapixel-Kamera inklusive LED-Blitz und Autofokus auf der Rückseite.

Eine zweite Kamera für Videotelefonate in VGA-Qualität ist auf der Frontseite verbaut. Für eine zügige Verbindung ins mobile Internet sorgen WLAN 801.11b/g/n oder UMTS/HSDPA. Ebenfalls auf der Spezifikationsliste stehen zudem Bluetooth 2.0 + EDR, aGPS/GPS und eine 3,5-Millimeter-Buchse.

Als vorinstalliertes Betriebssystem fungiert Android 2.4 mit HTC Sense. Das Salsa funkt nach HTC-Angaben bei Verwendung bis zu neun Stunden und bleibt maximal 22 Tage auf Abruf, bevor der 1.520 mAh starke Akku wieder per microUSB-Schnittstelle aufgeladen werden muss. Das Facebook-Handy soll zur Mitte des zweiten Quartals im Handel erhältlich sein. UVP: 389 Euro.

(Christian Wolf)

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