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MWC: Ein LTE-Stick so groß wie ein Schokoriegel

Auf dem Mobile World Congress zeigt T-Mobile, wie schnell und mit welcher Hardware Daten über LTE-Netze übertragen werden können. Außerdem wurde die Einführung von HSPA+ mit bis zu 42 Mbit/s im Downstream angekündigt.

16.02.2010, 13:46 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Wer in Zukunft mobil im Internet surfen will, darf sich auf deutlich höhere Bandbreiten freuen. Über Netze der vierten Mobilfunkgeneration, die auf LTE (Long Term Evolution) basieren, wird es unter anderem noch komfortabler möglich sein, Videotelefonate zu führen oder Videos auf das Handy- oder Notebook-Display zu streamen. Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona wird das an vielen Stellen demonstriert – unter anderem auf dem Stand von T-Mobile in Zusammenarbeit mit Huawei und Samsung.
LTE-Signal aus einem fahrendem Bus
Im Rahmen eines Testlaufs wurde der MWC-Messestand der Deutschen Telekom über LTE mit dem Telekom-Campus in Bonn und einem fahrenden Bus in Innsbruck verbunden. Zur Veranschaulichung, was mit LTE künftig möglich ist, waren auf vier Monitoren nicht nur einfache Statistiken über Down- und Upstreamraten zu sehen, sondern klar und flüssig laufende Videos mit Liveaufnahmen aus dem Bus in Österreich, dem Telekom-Gelände in der ehemaligen Landeshauptstadt sowie von den beiden Messeständen von Telekom und Huawei in Barcelona.
Die Übertragung der Daten erfolgte (beispielsweise aus Bus in Innsbruck) über ein LTE-Modem an eine Mobilfunk-Basisstation und von dort weiter über einen Server ins Internet. Anschließend erfolge eine Weiterleitung über einen zweiten Server in Spanien an eine Basisstation in Barcelona und von dort direkt auf den Stand von T-Mobile.
Mindestens ebenso beeindruckend wie die Qualität der übertragenen Livestreams ist die eingesetzte Hardware. Anders als klassische UMTS-Sticks sind LTE-Adapter noch vergleichsweise groß und ragen um 90 Grad umgeklappt wie ein mittelgroßer Schokoriegel aus dem USB-Schacht hervor. Allerdings: Ein Telekom-Mitarbeiter erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass erste LTE-Testmodems das Format eines Mini-Computers gehabt hätten und die Abmessungen der Samsung-Sticks daher so etwas wie ein kleiner Quantensprung seien.
Ziel der LTE-Demonstration ist es, zu zeigen, dass vernetztes Leben und Arbeiten in Zukunft noch einfacher und qualitativ hochwertiger laufen wird. Dazu wurde in Barcelona auch demonstriert, dass der Download einer rund 100 Megabyte großen Datei über ein LTE-Netz nur fünf bis zehn Sekunden dauert. Allerdings nur dann, wenn sich der Nutzer allein in der LTE-Zelle eingebucht hat.
HSPA+ mit bis zu 42 Megabit pro Sekunde
Bevor es zur Einführung von LTE kommen wird, setzt die Deutsche Telekom allerdings auf HSPA+. Um dem steigenden Kundenbedarf an mobilen Datendiensten gerecht zu werden, soll es künftig möglich werden, in UMTS-Netzen mit bis zu 42 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) Daten aus dem Internet zu laden. In Deutschland sollen diese Downloadraten bis zum Jahresende erreicht werden.

(Hayo Lücke)

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