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Musikmarkt in Deutschland: CDs bleiben stark, Streaming-Dienste legen kräftig zu

Der Bundesverband Musikindustrie hat Zahlung zum Musikmarkt 2013 vorgelegt: Insgesamt legte der Umsatz um 1,2 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro zu. Die CD-Verkäufe gingen zwar leicht zurück, doch Downloads und insbesondere Streaming zeigten Wachstum.

07.03.2014, 12:01 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Wie hat sich der deutsche Musikmarkt 2013 entwickelt? Den Zahlen des Bundesverbands Musikindustrie (BVMI) zufolge insgesamt gut. Der Umsatz stieg um 1,2 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro an, Wachstum zeigte dabei insbesondere der jüngste Vertriebszweig - die Streaming-Angebote.

Vinyl-Revival hält an

Das CD-Geschäft ist insgesamt leicht rückläufig, mit einem Verlust von lediglich 1,3 Prozent hält sich der physische Tonträger auf dem deutschen Markt jedoch hartnäckig und stemmt zwei Drittel des Gesamtumsatzes. Zusammen mit weiteren Produkten dieser Kategorie - wie Sammelboxen oder Schallplatten - ergeben sich 1,12 Milliarden Euro Umsatz. Musik auf Vinyl wird sogar wieder beliebter: Bereits 2012 wuchs der Absatz um 40 Prozent, im vergangenen Jahr weiter um 47,2 Prozent auf insgesamt 29 Millionen Euro. Bezogen auf das Gesamtergebnis bleibt der Anteil mit 2 Prozent allerdings klein.

Weiter im Wachstum ist das digitale Geschäft, das im abgelaufenen Jahr rund 23 Prozent der Umsätze erwirtschaftet hat. Die Musik-Downloads wuchsen mit 0,8 Prozent nur minimal, sie machen mit knapp 18 Prozent aber mittlerweile fast ein Fünftel des Gesamtmarktes aus. Besonders kräftig zugelegt haben die Musik-Streaming-Anbieter wie Spotify und Napster: Lag ihr Anteil 2012 noch bei 2,5 Prozent, war dieser 2013 mit 4,7 Prozent fast doppelt so hoch.

BVMI: 2018 liegt Musik-Streaming-Anteil bei 35 Prozent

Der BVMI schließt aus dem relativen geringen Prozentsatz, "dass das Streaming in Deutschland noch nicht in der breiten Bevölkerung angekommen ist". Beachtet werden sollte hierbei jedoch auch, dass viele Musik-Flatrate-Angebote entweder für einen Testzeitraum oder sogar durchweg kostenfrei nutzbar sind. Daher ist ihr finanzieller Beitrag geringer, über die Nutzerzahlen sagt das aber wenig aus. Die Zahl der einzelnen Streams - ob kostenpflichtig oder werbefinanziert - stieg im vergangenen Jahr auf über sechs Milliarden an. Für die Zukunft zeigt sich der Verband dann auch entsprechend optimistisch: Im Jahr 2018 sollen Musik-Streams am Gesamtmarkt bereits 35 Prozent halten.

(Saskia Brintrup)

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