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Musikindustrie im Visier der Justiz

Plattenmultis sollen versuchen, die Preise für den Download einzelner Songs durch illegale Absprachen nach oben zu treiben.

03.03.2006, 14:40 Uhr
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Beamte des US-Justizministeriums nehmen die Preispolitik der Musikindustrie für Musikdownloads unter die Lupe. Wie amerikanische Medien aus Industriekreisen erfahren haben wollen, haben Justizbeamte Vertreter der vier großen internationalen Musikunternehmen vorladen lassen.
Illegale Absprachen
Das Ministerium will die Lizenz- und Preispolitik der Industrie genauer beleuchten. Danach besteht der Verdacht auf illegale Preisabsprachen. Plattenmultis sollen versuchen, die Preise für einzelne Songs durch Absprachen nach oben zu treiben. Der vom Marktführer Apple in seinem Onlineshop iTunes geforderte Preis von 99 Cent pro Titel ist der Industrie zu niedrig.
Majors im Visier
Das Justizministerium ermittelt gegen vier Unternehmen, wollte deren Identität jedoch noch nicht bekannt geben. Der Vorstoß kommt zwei Monate, nachdem der Generalstaatsanwalt des Staates New York erstmals die Preisfestsetzung für Online-Musik unter die Lupe genommen hatte. Spitzers Ermittlungen richteten sich damals gegen Universal, Warner, Sony BMG und die EMI.

(Volker Briegleb)

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