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Musik-Downloads: Ein Drittel mehr Umsatz 2011

Die deutsche Musikindustrie ist mit der Entwicklung des vergangenen Jahres weitgehend zufrieden. Zwar gingen die Umsätze bei CD-Verkäufen leicht zurück, digitale Angebote legten hingegen im zweistelligen Prozentbereich zu.

17.01.2012, 12:16 Uhr (Quelle: DPA)
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Der digitale Vertriebskanal spielt im Geschäft mit Musik eine immer wichtigere Rolle: Die Umsätze mit dem Download von Alben, Singles und einzelnen Titeln in Deutschland stiegen im vergangenen Jahr um 28,8 Prozent, teilte der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) am Dienstag mit. Geschäftsführer Florian Drücke sprach in einer Mitteilung zum "Trendreport 2011" von einer erfolgreichen Diversifizierungsstrategie im Musikvertrieb, "vom Vinyl bis zur Cloud".

CD bleibt "Rückgrat" der Branche

Als Rückgrat der Branche sieht der Verband aber weiterhin die CD. Auf sie entfiel 2010 ein Umsatz-Anteil von 74 Prozent. Im vergangenen Jahr gab es einen leichten Rückgang um 2,2 Prozent, was vor allem auf internationale Pop-Produktionen (minus 5,3 Prozent) zurückzuführen war. Einheimische Künstler hätten sich laut BVMI mit einem leichten Minus Rückgang um 0,6 Prozent hingegen stabil entwickelt.

Im Weihnachtsgeschäft 2011 registrierte der BVMI ein Plus beim CD-Verkauf von 5,8 Prozent. Im Trend liegt die gute alte Schallplatte auf Vinyl. Auf sie entfällt zwar weniger als ein Prozent des Gesamtumsatzes mit physischen Tonträgern. Der Verkaufswert stieg aber insgesamt um 18,5 Prozent; im Bereich "Pop National" sogar um 29 Prozent. Das Genre "Pop International" steigerte sich um 15,5 Prozent.

Zahlen zum Gesamtumsatz der Branche will der Verband erst im April bekanntgeben, da die Auswertungen für das Streaming-Geschäft noch nicht vorliegen. 2010 erreichte der Umsatz insgesamt 1,49 Milliarden Euro; davon entfielen 17,5 Prozent auf digitale Vertriebswege.

(Christian Wolf)

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