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Musik aus dem Netz boomt: 69 Millionen Downloads

Die Musikindustrie beklagt sich über illegale Downloads, gleichzeitig ist legale Musik aus dem Internet laut Bitkom immer gefragter. 2010 wurde ein Umsatz von 151 Millionen Euro mit Musik-Downloads auf PCs erzielt.

21.02.2011, 12:15 Uhr (Quelle: DPA)
Internetnutzung© adam36 / Fotolia.com

Musik aus dem Internet ist immer gefragter: Die Menschen in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr Songs und Alben für 151 Millionen Euro aus dem Netz heruntergeladen. Das sei ein Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Branchenverband Bitkom am Sonntag mit.

69 Millionen Songs oder Alben online gekauft

Auch die Stückzahlen seien 2010 gestiegen: 69 Millionen Mal wurden Songs oder Alben online gekauft und heruntergeladen - ein Plus von 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und doppelt so viel wie 2007. Mehr als die Hälfte der Käufer sind älter als 29 Jahre. "Bezahlte Musik-Downloads sind gerade in mittleren und höheren Altersgruppen populär", erläutert Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. Der Anteil der Frauen an den Kunden, die Musiktitel aus dem Netz herunterladen, stieg von 37 auf 40 Prozent.

Der Höhenflug werde dank schneller Internet-Zugänge und attraktiver Preise anhalten, kündigte Berg an. "Der Markt für Musik-Downloads ist erneut um mehr als ein Drittel gewachsen", sagt Berg. Auch 2011 sei ein starkes Plus zu erwarten. Einzelsongs kosten den Angaben zufolge im Download durchschnittlich 1,06 Euro. Die Preise sinken seit Jahren.

Downloads für mobile Endgeräte auf dem Vormarsch

Zum Herunterladen kommen zunehmend mobile Geräte wie Smartphones zum Einsatz. Der in diesem Jahr startende UMTS-Nachfolger LTE verspreche noch höhere Verbindungen als die bisher genutzte Technologie. Dabei würden sowohl Downloads als auch Streaming-Dienste von den höheren Geschwindigkeiten profitieren. Aber auch Tablet-PCs sieht Berg als einen Motor für mobile Downloads. "Tablet-PCs sind überall sofort startbereit und haben große, benutzerfreundliche Bildschirme. Sie sind ideal für Downloads nicht nur von Musik, sondern auch von Filmen", erläutert Berg.

(Jörg Schamberg)

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