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Musik-App Shazam bestreitet Weitergabe von Nutzerdaten

Was ist das für ein Lied, das gerade gespielt wird? Diese Frage beantwortet die App Shazam. Die Nutzungsdaten wertet Shazam auch für passgenaue Werbung aus. Eine direkte Weiterleitung an Werbenetzwerke gebe es allerdings nicht.

26.02.2014, 14:52 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Die Musik-App Shazam überträgt nach Angaben ihres Chefs normalerweise keine Nutzerdaten an Werbenetzwerke. Der Fachdienst Heise Online hatte vor knapp zwei Wochen berichtet, dass die Android-App von Shazam im Hintergrund Daten an Werbenetzwerke übertrage. Dazu zählten der Standort des Nutzers und die Gerätekennung, zeigten Test von Heise. "Das war ein Einzelfall, der von einem unserer Partner verursacht wurde", sagte Shazam-CEO Rich Riley der dpa am Mittwoch.

Zielgruppengesteuerte Werbung

Unternehmen können allerdings über Shazam selbst passgenaue Werbung schalten. Zur Identifikation der Nutzer diene die Gerätekennung der Smartphones oder Tablets. "Wir haben eine Riesen-Menge an Daten und freuen uns darauf, sie einzusetzen", sagte Riley bei einem Vortrag auf der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona. Auch Webseiten schalteten Basis der Nutzungsdaten Anzeigen, sagte er danach der dpa. Das sei den Nutzern bekannt. Sie bekämen so interessantere Anzeigen, etwa zu Künstlern, deren Musik sie über Shazam identifiziert hätten.

Nutzer können mit der App einige Sekunden eines Musikstücks aufnehmen, das beispielsweise im Radio läuft. Shazam liefert dann Informationen zu Künstler und Liedtitel. Im vergangenen Monat hatte Shazam nach Angaben von Riley 88 Millionen Nutzer.

Die App will künftig verstärkt mit Unternehmen zusammenarbeiten, um Fernsehwerbung mit Shazam zu verknüpfen. Über die App könnten dann zusätzliche Informationen angezeigt werden.

(Hayo Lücke)

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