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Musicload startet Streaming-Flatrate

Alle Musikstücke können zu einem monatlichen Pauschalpreis live abgespielt werden. Ein Download der Tracks auf die Festplatte ist hingegen nicht möglich.

10.03.2006, 13:17 Uhr
CeBIT© CeBIT

Wie angekündigt hat musicload zur CeBIT eine neue Musik-Download-Flatrate präsentiert. Und in der Tat handelt es sich hierbei um ein neues Produkt, das es sich in einem wichtigen Punkt etwa von einem ähnlichen Angebot von Napster unterscheidet. Musicload nonstop bietet unbegrenzten Musikgenuss aus dem Index des musicload-Portals, kann aber nur per Livestream genutzt werden.
Den Kundengewohnheiten angepasst
Bei der offiziellen Präsentation auf dem Messegelände in Hannover begründete musicload den Schritt, statt eines Download-Angebotes ein Livestream-Paket geschnürt zu haben, damit, dass über 70 Prozent der musicload-Nutzer ihre Musik online, das heißt, während ihrer Ausflüge im virtuellen Datennetz hören. Derzeit befindet sich das Projekt noch in einem Testlauf, kann also noch nicht bestellt werden. Technisch sei die Flatrate bereits fertig, schon in wenigen Wochen will musicload den unlimitierten Stream dann in Betrieb nehmen. Grund für die Verzögerungen sind nach musicload-Angaben noch nicht abgeschlossene Verhandlungen mit der Musikindustrie.
Sobald das Streaming-Abo verfügbar ist, wird sich die musicload-Homepage mit einem leicht abgewandelten Gesicht zeigen. Zusätzliche Icons werden bei voraussichtlich jedem Titel darauf hinweisen, dass der Track per Livestream angehört werden kann. Livestream bedeutet auch, dass die Tracks nicht auf CD gebrannt werden können. Wer Musikstücke auch unterwegs nutzen möchte, muss diese gegen eine zusätzliche Gebühr bei musicload downloaden.
Playlisten online
Neben dem Streaming einzelner Songs werden musicload-Kunden die Möglichkeit haben, Playlists zusammenzustellen beziehungsweise von anderen Usern abzurufen, sofern diese ihre Listen öffentlich zugänglich gemacht haben. Andere Nutzer werden die Möglichkeit haben, diese öffentlichen Listen zu bewerten, wodurch ein Ranking der populärsten Playlists entstehen soll.
Sämtliche Streams, die von der musicload-Plattform abgerufen werden, laufen über eine Komprimierungsrate von 128 kBit/s. Damit wird eine deutlich bessere Qualität als bei vielen Webradios erzielt.
Natürlich steht auch der Sicherheits-Aspekt bei dem Angebot recht hoch im Kurs. So wurde festgelegt, dass jeder Stream automatisch nach sechs Stunden beendet wird und jeder musicload-Kunde sich nur einmal für die Nutzung des Livestreams einloggen kann. Erfolgt mit einem bereits angemeldeten Benutzernamen ein weiterer Login, wird bei dem bereits laufenden Stream die Verbindung automatisch unterbrochen. Auch eine parallele Nutzung der Streams über URL-Weitergabe will musicload ausschließen.
Genauer Preis noch unbekannt
Zu welchem Preis es die musicload-Flatrate künftig geben wird, dazu mochte sich musicload heute noch nicht konkret äußern. Das Angebot soll zu preislich attraktiven Konditionen auf den Markt kommen und den Vergleich mit Napster nicht scheuen müssen. Der von musicload bereits im Vorfeld der CeBIT angekündigte Samsung-Player YP-Z5 wird künftig im Bundle mit einem 10 Euro-Gutschein angeboten.

(Hayo Lücke)

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