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Mozilla stellt WebRTC vor: Videotelefonate ohne Browser-Plugin

Hinter dem Open-Source-Projekt stehen Mozilla und einige weitere Unternehmen. Die W3C WebRTC working group hat den Standard verabschiedet.

25.02.2013, 11:15 Uhr
Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

In Zukunft sollen Browser Funktionen beherrschen, für die bislang ein Plugin heruntergeladen und installiert werden musste. Über Web Real-Time Communications können dann Videotelefonate und Filesharing direkt im Browser laufen, sie lassen sich daher auch in jede Website einbetten. Dies gilt insbesondere auch für die Nutzung in einem mobilen Browser auf dem Smartphone.

Kundenberatung per Videochat

Hinter dem Open-Source-Projekt stehen Mozilla und einige weitere Unternehmen. Die W3C-Arbeitsgruppe zu WebRTC hat den Standard verabschiedet. Der Vorteil ist offensichtlich: Es muss kein Plugin heruntergeladen werden, bevor eine Webanwendung genutzt werden kann. Dies soll allen Websites zugute kommen, die auch von Laufkundschaft leben, zum Beispiel ein Onlineshop, der per Videochat eine Kaufberatung anbietet. Wer dort unerwartet auf eine technische Hürde stößt, ist mit einem Klick schnell wieder weg.

Der Nachteil von Web Real-Time Communications ist jedoch, dass der Standard nicht von allen Browsern unterstützt wird. Nicht einmal der aktuelle Firefox nutzt ihn, sondern nur der für Entwickler gedachte Firefox Aurora. Es bleibt abzuwarten, ob andere Browserentwickler nachziehen – und wie schnell.

Auch auf dem Smartphone

Der neue Standard hat vor allem für die Nutzung auf dem Smartphone eine hohe Bedeutung. Mozilla hat gerade erst sein mobiles Betriebssytem Firefox OS vorgestellt, das ähnlich wie Chrome OS auf einem Notebook die Aufgabe hat, einen Browser zu starten. Dort laufen dann die Anwendungen als Webapps. Die Herausforderung besteht darin, den Webapps Zugriff auf die Hardware zu geben. Web Real-Time Communications vereinfacht dies – auch auf dem Handy.

Mozilla zeigt im Rahmen des Mobile World Congress 2013 den Einsatz von Web Real-Time Communications auf einem mobilen Gerät am Stand von Ericsson (Hall 2, location 2D140) sowie am eigenen Stand (Hall 8.1, booth F20).

(Peter Giesecke)

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