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Motorola verliert bei Handys

Die neuen Android-Smartphones von Motorola konnten den Sinkflug in der Handy-Sparte nicht stoppen: 192 Millionen Dollar büßte das Geschäftssegment ein.

29.04.2010, 14:46 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Die angeschlagene Telekomfirma Motorola hat mit ihren Handys weiterhin nur bedingt Glück. Im ersten Quartal fiel der Konzernumsatz um 6 Prozent auf 5,0 Milliarden Dollar. Immerhin konnte Motorola einen Gewinn von unterm Strich 69 Millionen Dollar einfahren, weil die Geschäftskundensparte gut lief. Im Vorjahr hatte der Konzern 231 Millionen Dollar verloren.

Firmenkunden bügeln Handy-Verlust aus

Co-Chef Sanjay Jha machte gute Miene zum bösen Spiel und pries, dass Motorola einen guten Stand im boomenden Smartphone-Markt habe. Alleine zu Jahresbeginn seien sechs neue Modelle herausgekommen. Motorola nutzt bei seinen multifunktionalen Handys das Betriebssystem "Android" von Google. Das nützte aber letztlich auch nichts: Operativ verlor die Sparte 192 Millionen Dollar.

Das Geld verdient Motorola momentan mit dem Firmenkunden-Geschäft. Dazu gehören unter anderem Barcode-Scanner, Funketiketten-Lesegeräte, Rundfunk-Technik, Sicherheitssysteme und Handy-Netztechnik. Der zweite Konzernchef Greg Brown sprach von einem guten Lauf zu Jahresbeginn.

Im zweiten Quartal will Motorola wieder mehr Geld verdienen: 0,07 bis 0,09 Dollar je Aktie. Das wäre bis zu dreimal mehr als zuletzt. Um die Probleme aber ein für allemal hinter sich zu lassen, will sich Motorola aufspalten. In der Wirtschaftskrise strich der Konzern bereits Tausende von Jobs und wechselte die Führung aus.

(Saskia Brintrup)

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