Neues razr

Motorola stellt Falt-Smartphone im Klapphandy-Stil vor

Motorola hat nun ebenfalls seine Interpretation eines Falt-Smartphones vorgestellt. Das neue razr orientiert sich am klassischen Klapphandy, das heißt, es wird nicht auf Tablet-Größte aufgefaltet, sondern in die Kompaktform eingeklappt.

Melanie Zecher, 14.11.2019, 11:26 Uhr (Quelle: DPA)
Motorola razr© Motorola Mobility LLC

Die Traditions-Marke Motorola ist der nächste Anbieter mit einem Falt-Smartphone - und verfolgt dabei ein anderes Konzept als Rivalen wie Samsung. Denn die Neuauflage des vor 15 Jahren populären Modells RAZR, diesmal in Kleinschreibung, ist im Grunde ein Smartphone in heute üblichem Format, das sich auf halbe Größe zusammenklappen lässt.

Neues razr soll 1.500 Dollar kosten

Samsung und Huawei bauten dagegen Smartphones, die sich zu einem kleinen Tablet auffalten lassen. Motorola, das zum chinesischen PC-Weltmarktführer Lenovo gehört, will sein neues razr im Januar 2020 für rund 1.500 Dollar auf den Markt bringen.

Aufgefaltet hat der Bildschirm eine Diagonale von 6,2 Zoll (knapp 16 cm) und eine Auflösung von 876 x 2142 Pixeln. In zusammengeklapptem Zustand kann der Nutzer auf ein kleines Display (2,7 Zoll, 600 x 800 Pixel) zurückgreifen, das Benachrichtigungen anzeigt, Musiksteuerung erlaubt und Selfies machen lässt. Das Design des Geräts lehnt insgesamt sehr stark an das Klapphandy aus dem vergangenen Jahrzehnt an.

Technische Ausstattung des Motorola razr

Das Motorola razr hat als Prozessor einen Snapdragon 710 verbaut, der von 6 GB RAM flankiert wird. Der interne Speicher bietet 128 GB Kapazität. Die Hauptkamera kommt auf 16 Megapixel, vorn gibt es 5 MP. Das Android-Smartphone verfügt des Weiteren über einen 2.510-mAH-Akku, eine wasserabweisende Beschichtung, NFC und Bluetooth 5.0. Für den Mobilfunktarif gibt es eine fest verbaute eSIM.

Motorola razr

Motorola razr

  • Android
  • 16 Megapixel-Kamera
  • 6,2 Zoll OLED Display
  • 128 GB Speicher
  • ab 8,74 € mit Vertrag

Holpriger Start für Falt-Smartphones der Konkurrenz

Die in diesem Jahr vorgestellte neue Geräteklasse der Falt-Smartphones hatte einen schweren Start - und es gilt immer noch als offene Frage, wie robust sie sind. Samsung musste den Start seines Modells Galaxy Fold im Frühjahr verschieben, nachdem mehrere an Journalisten verteilte Testgeräte schnell kaputtgingen. Das rund 2.000 Euro teure Gerät kam erst im September auf den Markt.

Auch der Start von Huaweis Auffalt-Telefon Mate X verschob sich vom ursprünglich anvisierten Sommer auf Herbst. Der chinesische Konzern hat zudem das Problem, dass er nach US-Sanktionen keine Google-Dienste auf seinen neuen Geräten vorinstallieren kann. Das Mate X kommt zunächst nur in China auf den Markt, wo Google-Apps ohnehin nicht erlaubt sind.

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