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Motorola Moto E : Nicht "radikal" – aber Android 4.4.2 für 119 Euro

Motorola nimmt den Mund ganz schön voll. Die Einführung des neuen Smartphones "Motorola Moto E" wird mit dem Erscheinen des Motorola StarTac und des Motorola Razr verglichen. Aber wie soll nun das Moto E den Mobilfunkmarkt "radikal verändern"?

14.05.2014, 11:16 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Motorola nimmt den Mund ganz schön voll. Die Einführung des neuen Smartphones "Motorola Moto E" wird mit dem Erscheinen des Motorola StarTac und des Motorola Razr verglichen – eines zum Klappen, das andere extrem dünn. Beide Geräte starteten einen neuen Trend. Aber wie soll nun das Moto E den Mobilfunkmarkt "radikal verändern"? Motorola verspricht ein Smartphone, das für alle bezahlbar ist, aber keine Abstriche bei Qualität und Stil macht.

Schwache Technik

Die Werte sind dagegen alles andere als außergewöhnlich. Die Bildschirmgröße von 4,3 Zoll fällt in das normale Maß. Gelobt werden Gorilla Glas und Anti-Schmutz-Oberfläche, beides sollte eigentlich selbstverständlich sein. Mit einer Auflösung von 960 x 540 Pixeln kommt das Moto E jedoch auf eine sehr hohe Punktdichte von 256 ppi. Das dürfte knackige Bilder geben.

Multitasking ist in das mobile Betriebssystem eingebaut, doch wieviele Apps gleichzeitig noch flüssig laufen, hängt maßgeblich von der verbauten Technik ab. Im Motorola Moto E stecken jedoch nur der Prozessor Qualcomm Snapdragon 200, dessen beide Kerne mit 1,2 Gigahertz getaktet sind, sowie ein Gigabyte RAM. Erfreulich, dass darauf jetzt noch das aktuelle Android 4.4.2 KitKat läuft, aber bereits beim nächsten Update könnte es schon Probleme geben.

Nicht einmal eine Kamera für Selfies

Auch die weitere Ausstattung kann nicht überzeugen. Ein vier Gigabyte großer Speicher, der allerdings über eine Micro-SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweitert werden kann, WLAN b/g/n, Bluetooth 4.0 LE, GPS und eine 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite, aber weder ein Blitzlicht oder eine Zweitkamera vorne für Sefies noch LTE oder NFC.

Das Moto E misst 124 x 65 x 12,2 Millimeter und wiegt 141 Gramm. Wie bei vielen Geräten, die nicht durch ihre Technik überzeugen können, gibt es farbige Rückseiten ("Motorola Shells") zum Austauschen. Dennoch lässt sich der Akku nicht wechseln, er verfügt über eine Kapazität von 1.980 mAh.

Motorola Moto G jetzt auch mit LTE

Was sich allerdings sehen lassen kann, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Das Motorola Moto E wird nur 119 Euro kosten, wenn es Anfang Juni in Deutschland in den Handel kommt. Das könnte tatsächlich zu neuen Verkaufsrekorden führen, doch mit der Einführung von Motorola StarTac und Motorola Razr ist es keineswegs zu vergleichen. Damals hat Motorola das Handy neu erfunden, jetzt aber einfach nur den Preis gedrückt. Das Moto E ist nicht mehr als ein günstiges Einsteigergerät.

Ganz nebenbei hat Motorola auch eine Variante des Moto G angekündigt, das zusätzlich über LTE (4G) funken kann. Ab Juli wird es für 199 Euro verkauft werden. Das Motorola Moto G ohne die schnelle Internetbindung wird weiterhin für 169 Euro erhältlich sein.

(Peter Giesecke)

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