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Motorola-Chef: iPhone und Galaxy S5 könnten 200 Euro kosten

Google gibt den fast bedeutungslos gewordenen Smartphone-Entwickler Motorola gerade an Lenovo ab. Motorola-Chef Rick Osterloh sucht im Gespräch mit der "WELT" ein wenig Rest-Aufmerksamkeit und kündigt "Killerprodukte" an, die letztlich aber keine sein werden.

23.06.2014, 12:28 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Motorola befindet sich im Übergang. Google gibt den fast bedeutungslos gewordenen Smartphone-Entwickler gerade an Lenovo ab. Motorola-Chef Rick Osterloh sucht im Gespräch mit der WELT ein wenig Rest-Aufmerksamkeit und kündigt "Killerprodukte" an, die aber keine sein werden.

iPhone und Galaxy S5 mit hoher Marge

Dabei hat Motorola ein wichtiges Argument auf seiner Seite: "Es gibt zu viele Menschen, die sich ein Smartphone nicht leisten können", so Osterloh. Dabei könne ein Smartphone in der Klasse des iPhone 5s oder Samsung Galaxy S5 sogar unter 200 Dollar kosten, also weniger als 150 Euro. Diese Modelle kosteten jedoch 450 Euro. Die Gewinn-Margen seien so hoch.

Das 'Killer'-Argument könnte also der Preis sein. Motorola will weiterhin Smartphones in allen Preisklassen anbieten, aber das Motorola Moto E mit guter Ausstattung gibt es bereits für 119 Euro.

Smartwatch und Nachfolger des Moto X

Mit den Killerprodukten hat Osterloh jedoch zwei neue Produkte gemeint: die Motorola Moto 360 genannte Smartwatch und den Nachfolger des Moto X, der später im Sommer erscheinen und Gerüchten zufolge Moto X+1 heißen soll.

Wie hoch der Preis dann für das Spitzenmodell sein soll, ist noch offen. Das Unternehmen jedenfalls spürt selbst den Kostendruck und wird das Werk in Texas schließen, das das Motorola Moto X in mehr als 4.000 Kombinationen anbietet. Der Kunde konnte Farbe und Material, aber auch die Speichergröße wählen. Jetzt wird die Produktion wieder ausgelagert.

Auch in Deutschland Moto X in 4.000 Varianten

Die Möglichkeit zur Individualisierung wird es weiterhin geben, ab Juli auch erstmals in Deutschland. Kooperationspartner hierzulande ist der Service Provider The Phone House. Nach Bestellung soll das Moto X innerhalb von sieben Tagen beim Käufer sein.

In welche Richtung Motorola nach der abgeschlossenen Übernahme durch Lenovo gehen wird, ist noch unklar. Google hatte 2012 den Smartphone-Entwickler übernommen, aber das Interesse an dem Unternehmen verloren. Die Patente und eine Entwicklungsabteilung wurden herausgelöst, der Rest an Lenovo verkauft. Dort hat man mit Motorola nun Großes vor.

(Peter Giesecke)

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