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Motorola AXPT: Mehr Power für UMTS-Signale

Über einen neuen Standard will Motorola UMTS-Performance-Problemen in geschlossenen Wohnbereichen ein Ende bereiten. AXPT soll die UMTS-Nutzung zwischen Wänden und Stahlträgern deutlich schneller machen.

26.01.2006, 00:01 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Der amerikanische Spezialist für Handys und Mobilfunktechnik, Motorola, haucht UMTS neuen Atem ein. Damit die dritte Mobilfunkgeneration künftig in den heimischen vier Wänden zuverlässig auch für breitbandige Internetverbindugen genutzt werden kann, wurde der AXPT-Standard entwickelt, der auch zwischen Betonwänden und Stahlträgern hohe Geschwindigkeiten gewährleisten soll.
Lösung für Inhouse-Probleme?
Wer schon einmal über UMTS online gegangen ist, kennt das Problem: unter freiem Himmel ist das so genannte "3G-Surfen" häufig problemlos möglich, in geschlossenen Räumen sackt die Verbindungsqualität aber deutlich in den Keller. Ein Problem, das auch unsere Redaktion unter anderem beim Test der UMTS Notebook Card II von E-Plus feststellen musste. Motorola AXPT soll diese Probleme vergessen machen – so zumindest der Plan.
Der neue Standard ist nach Angaben von Motorola mit allen existierenden UMTS-Netzen kompatibel und soll auch der Verbreitung des UMTS-Datenturbos HSDPA auf die Sprünge helfen, der in der ersten Stufe Übertragungsraten von bis zu 1,8 Mbit, und später bis zu 7,2 Mbit/s Downstream ermöglichen soll. Allerdings werden mit AXPT maximale Übertragungsraten von 3,2 Mbit/s möglich sein.
WLAN-Alternative
In erster Linie soll AXPT für Geschäftskunden eine Alternative zu Inhouse-WLAN-Zugangspunkten darstellen. Um AXPT nutzen zu können, muss innerhalb des Gebäudes eine kleine Box montiert werden, über die die UMTS-Signale an einen oder mehrere Empfänger, etwa ein als Modem dienendes UMTS-Handy, weitervermittelt werden. Erste AXPT-Tests sollen bereits abgeschlossen worden sein, auf dem 3GSM World Congress vom 13. bis 16 Februar 2006 wird Motorola seinen AXPT-Dienst öffentlich zur Schau stellen.

(Hayo Lücke)

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