Internet der Dinge

Moocall: Vodafone stattet schwangere Kühe mit Mobilfunkanschluss aus

Das Internet der Dinge kann das Leben von Kälbern in deutschen Kuhställen retten. Der digitale Geburtsalarm Moocall nutzt eine IoT-SIM-Karte von Vodafone. Mit Hightech lasse sich die Sterberate bei Kälbergeburten um bis zu 80 Prozent senken.

Jörg Schamberg, 30.06.2017, 16:14 Uhr
Windmühle© Peter Wollinga / Fotolia.com

Düsseldorf/Westerau – Das sogenannte Internet der Dinge (IoT) ist keine Zukunftsvision mehr, sondern hält zunehmend Einzug in alle Bereiche. Dabei kann die digitale Vernetzung in der Praxis sogar Leben retten. So ist die Digitalisierung inzwischen selbst in deutschen Kuhställen angekommen und warnt Bauern per Geburtsalarm rechtzeitig vor der anstehenden Geburt von Kälbern. Anfang 2015 brachte die Firma Moocall in Irland den gleichnamigen digitalen Geburtshelfer für Kühe auf den Markt. Bei dem System kommt auch eine IoT SIM-Karte des Mobilfunknetzbetreibers Vodafone (www.vodafone.de/handy Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
) zum Einsatz.

Vodafone vernetzt 30.000 Moocalls in 40 Ländern

Vodafone vernetzt weltweit nach eigenen Angaben bereits 54 Millionen Geräte und Maschinen. Darunter seien auch 30.000 Moocalls in 40 Ländern. "Seit meine Kühe im Netz sind, bin ich deutlich gelassener. Denn Moocall informiert mich jederzeit, wenn es mit der Geburt ernst wird", so Landwirt Phillip Ellerbrock aus Schleswig-Holstein. Ellerbrock ist nach Angaben von Vodafone der erste Bauer in Deutschland, der Moocall seit Herbst 2016 einsetzt und seinen Kuhstall vernetzt hat.

Sensor am Kuhschwanz registriert Einsetzen von Wehen bei schwangerer Kuh

Wie genau funktioniert das System? Das mit einer fest verbauten IoT-SIM-Karte von Vodafone ausgestattete Gerät lasse sich einmalig per Web-Applikation oder per Telefon aktivieren. Per Moocall-App und zusätzlich per SMS lassen sich Benachrichtigungen über eine anstehende Geburt automatisch auf bis zu zwei Handys senden. Moocall werde mittels Befestigungsriemen am Schwanz der Kuh angebracht. Beim Einsetzen von Wehen reagiere die Kuh mit bestimmten Schwanzbewegungen, die ein in dem Gerät integrierter Sensor registriere.

Automatische Benachrichtigung des Landwirts per App und SMS

Bei Überschreiten eines bestimmten Schwellwertes löse Moocall Alarm aus und informiert den Landwirt mit einem ersten Alarm. Beim Eintreffen der Nachricht in der App erklinge ein lautes "Muuuh". In der Regel blieben dann noch rund zwei Stunden bis zu Geburt. Damit sei ausreichend Zeit für die Vorbereitung der Geburt des Kalbs.

Starke Senkung der Sterberate bei Kälbergeburten

Moocall könne die Sterberate bei Kälbergeburten um bis zu 80 Prozent senken. In Großbritannien und Irland seien mit dem Hightech-System bereits rund 150.000 Kälber gesund zur Welt gekommen. Moocall rette nicht nur das Leben von Kälbern, sondern bewahre die Bauern auch vor einem wirtschaftlichen Schaden. Fünf bis zehn Prozent der Kälber in Deutschland würden durch die Geburt oder kurz danach sterben. Mit Systemen wie Moocall könne diese Zahl reduziert werden.

Vodafone-Firmenkundenchef Alexander Saul sieht Moocall denn auch als Beispiel für das rasante Voranschreiten der digitalen Vernetzung von Geräten und Dingen. "Mit unserem Mobilfunknetz bringen wir das Internet der Dinge überall hin – sogar in Deutschlands Kuhställe", so Saul.

Günstige Handytarife finden
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang
NewsletterPopup