News

Mobilfunkmarkt: iPhone verdrängt BlackBerry

Das iPhone hat dem BlackBerry weltweit den Rang abgelaufen. Nach Angaben des US-Marktforschers IDC hat Apple im vierten Quartal 2010 mehr seiner Smartphones verkaufen können als der Konkurrent Research in Motion. Antreiber des Weltmarktes ist allerdings Android.

07.02.2011, 19:01 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Das iPhone hat dem BlackBerry den Rang abgelaufen. Nach Angaben des US-Marktforschers IDC hat Apple im vierten Quartal 2010 mehr seiner Smartphones verkaufen können als der Konkurrent Research in Motion. Während der Marktanteil des iPhone im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 16,1 Prozent verharrte, rutschten die früher besonders bei Geschäftsleuten beliebten BlackBerrys von 19,9 auf 14,5 Prozent ab.

"Android legt weiterhin rasant zu"

Am stärksten zulegen konnten unter den Herstellern aber Samsung und HTC. Die asiatischen Elektronikkonzerne vervielfachten ihre Marktanteile auf 9,6 beziehungsweise 8,5 Prozent. Beide setzen stark auf das mobile Betriebssystem Android von Google. "Android legt weiterhin rasant zu", stellte IDC-Analyst Ramon Llamas am Montag fest. Das treibe den gesamten Markt an.

Im Schlussquartal verdoppelte sich die Stückzahl der verkauften Smartphones auf insgesamt 100,9 Millionen. Die meisten Geräte stammen dabei immer noch vom finnischen Traditionskonzern Nokia. Doch der Marktanteil schrumpft kontinuierlich, zuletzt binnen eines Jahres von 38,6 auf 28,0 Prozent.

Nokia ist zu schwerfällig

Nokia mit seinem Betriebssystem Symbian konnte beim Innovationstempo nicht mit Apples iOS und Android mithalten. Zudem gelang es den Finnen nicht, auf dem wichtigen US-Markt Fuß zu fassen. Weltweit verkauften sich Modelle mit dem aktuellen Nokia-Betriebssystem Symbian^3 in den ersten drei Monaten nach dessen Marktstart allerdings immer noch deutlich besser, als etwa Smartphones mit Microsofts OS-Hoffnung Windows Phone 7. Während im Premiere-Quartal rund fünf Millionen Symbian-3-Geräte den Besitzer wechselten, lag die Zahl der gleichzeitig abgesetzten Windows-Phones bei lediglich 1,5 Millionen.

Der Smartphone-Markt werde weiter schnell wachsen, sagte IDC-Analyst Llamas. Immer mehr Menschen stiegen auf die multifunktionalen Handys um - weil die Hersteller vermehrt Einsteigergeräte anböten und die Preise für die hochwertigen Smartphones fielen. Mit rund 300 Millionen verkauften Geräten stieg der weltweite Smartphone-Absatz so im Vergleich zum Vorjahr um fast 75 Prozent. "Die Folge werden ein größerer Wettbewerb und mehr Auswahl für die Nutzer sein", so Llamas.

(Christian Wolf)

Kommentieren Forum
Zum Seitenanfang