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Mobilfunker prüfen Netz-Outsourcing

Um die Gewinnmargen zu halten, soll der Betrieb der Mobilfunknetze externen Partnern wie Nokia, Ericsson oder Alcatel-Lucent überlassen werden.

03.01.2007, 10:48 Uhr
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Fallende Minutenpreise, sinkende Gewinnmargen und aggressive Discount-Anbieter sorgen auf dem deutschen Mobilfunkmarkt weiter für turbulente Zustände. Um bei sinkenden Preisen Kosten zu sparen, spielen zumindest drei der vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber mit dem Gedanken, die eigenen Netze durch passende Ausrüster betreiben zu lassen. Das berichtet das Handelsblatt in seiner heutigen Ausgabe.
Demnach wird hinter den Kulissen bereits eifrig gerechnet. Wie es heißt, sind Einsparungen von zehn bis 25 Prozent möglich, wenn der Netzbetrieb Ausrüstern wie Ericsson und Nokia überlassen wird. Bislang betreiben alle Mobilfunker ihre Netzinfrastruktur noch in Eigenregie. Derzeit soll der Netzbetrieb zwölf bis 15 Prozent der Kosten ausmachen, die für die Netzbetreiber insgesamt anfallen.
E-Plus will vorlegen
Während bei T-Mobile und Vodafone noch keine Entscheidung gefallen ist und o2 ein Outsourcing derzeit noch kategorisch ablehnt, soll E-Plus bereits einen Schritt weiter sein. Noch im ersten Quartal soll nach Informationen der Zeitung eine Entscheidung fallen, welcher Partner den Netzbetrieb übernehmen wird. Wie es heißt, wird derzeit mit Ericsson, Nokia und Alcatel-Lucent verhandelt.
Gut informierte Kreise werden vom Handelsblatt mit den Worten zitiert: "Wir werden in den kommenden zwölf Monaten noch mehr solcher Deals in Deutschland sehen".

(Hayo Lücke)

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