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Mobilfunker planen günstige UMTS-Notebooks

Neben Handys werden künftig auch Notebooks mit integriertem UMTS/HSDPA-Modem zu einem stark subventionierten Preis zu haben sein.

05.01.2006, 09:31 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Der Mobilfunkstandard der dritten Generation, UMTS, wird zur diesjährigen CeBIT vermutlich neuen Schub bekommen. Schon länger ist bekannt, dass die vier deutschen Netzbetreiber den UMTS-Datenbeschleuniger HSDPA testen und vermutlich mit Beginn der weltgrößten Computermesse den Massenstart wagen werden. T-Mobile gab jetzt bekannt, dass es künftig neben subventionierten Handys auch günstige Notebooks mit integriertem UMTS- beziehungsweise HSDPA-Modem geben werde.
Notebook für 100 Euro?
Nach Informationen des Wirtschaftsmagazins "Capital" könnte das Notebook mit bis zu 500 Euro bezuschusst werden, um einen Endpreis von 100 Euro anbieten zu können. Wie bei einem Handyvertrag müssten interessierte Kunden einen wahrscheinlich 24 Monate laufenden UMTS-Vertrag mit T-Mobile abschließen, um von dem günstigen Preis profitieren zu können. Außerdem könnte neben der UMTS-Grundgebühr noch ein Leasing-Zuschlag anfallen. Die monatlichen Kosten für den Benutzer lägen dann zwischen 50 und 100 Euro. T-Mobile gab bekannt, dass das erste Kooperationsangebot ein Fujitsu-Siemens-Notebook der AMILO pro Serie mit der HSDPA-fähigen Mobile DSL card 1800 sein werde.
Auch Konkurrent Vodafone denkt über die Subventionierung von Notebooks nach. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa sagte ein Sprecher: "Wir sind mit allen namhaften Herstellern von Notebooks im Gespräch und werden zur CeBIT auch entsprechende Angebote von Notebooks mit integriertem UMTS- oder HSDPA-Modem zeigen."
Was bietet HSDPA?
Derzeit können alle Nutzer, die über die deutschen UMTS-Netze auf das Internet zugreifen, mit bis zu 384 kBit/s im weltweiten Datennetz surfen. Der Datenbeschleuniger HSDPA steht für "High Speed Downlink Packet Access" und ist eine Weiterentwicklung des bisherigen UMTS-Standards. In der ersten Phase soll die Datenrate im Downstream auf 1,8 Mbit/s gesteigert werden, in der nächsten Phase dann sogar auf 7,2 Mbit/s. HSDPA kann aber noch mehr: Die Benutzer einer UMTS/HSDPA-Zelle werden besser organisiert, was zur Folge hat, das mehr Nutzer als bisher gleichzeitig mit hohen Datenraten ins Netz gehen können.

(Hayo Lücke)

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