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Mobilfunker o2 bleibt hinter Konkurrenz zurück

Der Münchner Mobilfunk-Netzbetreiber kann nur 396.000 neue Kunden für sich gewinnen und ist damit unter den vier deutschen Netzbetreibern am schwächsten gewachsen.

01.03.2007, 14:01 Uhr
o2© Telefónica

Für o2, den kleinsten der vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber, ist das vierte Quartal und damit das lukrative Weihnachtsgeschäft eher mau verlaufen. Wie das Unternehmen heute bekannt gab, wurden zwischen Oktober und Dezember vergangenen Jahres nur 396.000 neue Kunden gewonnen. Zwar rühmt sich o2 damit, dass etwa 193.000 Neukunden einen Laufzeitvertrag abschlossen, insgesamt fiel das Neukundenwachstum gegenüber der Konkurrenz aber am schwächsten aus.
o2 fällt zurück
Während Vodafone nach eigenen Angaben eine Million neue Kunden gewinnen konnte, waren es bei T-Mobile immerhin noch 746.000 Neuverträge. Auch der größte o2-Wettbewerber E-Plus lag mit 439.000 neuen Kunden noch vor der in München ansässigen Telefonica-Tochter. Die Gesamtkundezahl stieg bei o2 Ende vergangenen Jahres auf 11,03 Millionen. T-Mobile konnte zum Jahresweichel auf 30,96 Millionen Kunden blicken, Vodafone auf 30,62 Millionen und E-Plus mit seiner Mehrmarkenstrategie auf 12,62 Millionen.
Erfreulich entwickelt sich bei o2 aber das Geschäft mit mobilen Datendiensten. Der Datenanteil am Serviceumsatz stieg bis Ende vergangenen Jahres auf 24,5 Prozent an. Das entspricht nach eigenen Angaben dem bislang höchsten Wert in der Geschichte von o2 Germany. Rund 2,6 Millionen o2-Kunden nutzen inzwischen mobile Datendienste. Der von o2 zur Verfügung gestellte DSL-Tarif fand bis Ende 2006 hingegen bei nur 30.000 Kunden Zuspruch.
SMS-Versand schwächt sich ab
Interessante Randnotiz: Die Zahl der über das o2-Netz verschickten SMS nahm gegenüber Ende 2005 ab. Wurden im vierten Quartal 2005 noch 746 Millionen Kurznachrichten verschickt, waren es im vierten Quartal vergangenen Jahres nur noch 734 Millionen Kurznachrichten.

(Hayo Lücke)

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