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Mobilfunkdiscounter: Folgen Ikea, Aral und Shell?

Konzerne sollen mit etablierten Anbietern über mögliche Kooperationen und eigene Angebote verhandelt haben.

17.01.2005, 15:29 Uhr
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Kaum ein Thema auf dem Mobilfunkmarkt sorgt derzeit für soviel Aufsehen, wie möglicherweise schon bald startende Discount-Anbieter. Nach dem Erfolg von Tchibo haben bereits verschiedene Unternehmen verlauten lassen, ähnliche Angebote starten zu wollen. Zuletzt hieß es, dass eine Reihe ehemaliger T-Mobile-Manager mit einem eigenen Angebot auf dem Markt durchstarten wollen. Nun gießt die Financial Times Deutschland neues Öl ins Feuer.
Neuer Preiskampf steht bevor
Die Zeitung berichtet, dass auch der Möbelkonzern Ikea und die Tankstellenbetreiber Shell und Aral Kontakt zu den Mobilfunkanbietern aufgenommen haben, um als virtueller Netzbetreiber eigene Angebote anzubieten. Bei den Netzbetreibern selber wird derzeit überlegt, was sie den Rivalen entgegen setzen sollen. Eines scheint indes sicher: Auf dem Mobilfunkmarkt droht ein neuer Preiskampf, von dem am Ende der Kunde profitieren dürfte.
Eine Ikea-Sprecherin dementierte zwar, dass außerhalb von Schweden ein Mobilfunkangebot geplant sei, aus Branchenkreisen sei aber zu vernehmen, das der Möbelriese mit Vodafone zumindest das Gespräch gesucht habe, so die FTD. Experten bescheinigen Ikea aufgrund der starken Marke und sehr hohen Kundenbindung gute Chancen, auf dem Mobilfunkmarkt Fuß fassen zu können. Ähnlich positiv fällt das Urteil bei Payback aus. 27 Millionen Kunden sind eine recht deutliche Hausmarke.
Es bleibt abzuwarten, welche Anbieter wann und wie in Deutschland starten werden. So ziehen sich beispielsweise auch die Verhandlungen zwischen Tele2 und E-Plus weiter hin und auch bei den Gesprächen zwischen dem Gründer der billig-Fluggesellschaft und T-Mobile sind noch nicht abgeschlossen. Wir halten Sie über die neuesten Entwicklungen natürlich auf dem Laufenden.

(Hayo Lücke)

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