News

Mobilfunk-Webseiten überfordern

Eine Studie über Mobilfunk-Webseiten fand heraus, dass jeder vierte Nutzer bei der Suche nach einem passenden Tarif überfordert ist.

03.02.2006, 08:22 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Unübersichtliche Webseiten können Unternehmen teuer zu stehen kommen - auch im Mobilfunkbereich. Findet ein Kunde nicht was er sucht, geht er zur Konkurrenz. Eine Untersuchung von Mobilfunk-Webseiten fand heraus, dass jeder vierte Nutzer bei der Suche nach einem persönlich passenden Handy-Tarif überfordert ist. Darüber hinaus sind fast 30 Prozent der Nutzer mit der Gesamtqualität der Internetangebote unzufrieden. Gewinner waren die Webseiten von T-Mobile und o2.
T-Mobile und o2 vorn
Im Rahmen der Studie "Tarifsuche auf Mobilfunk-Websites" des Kölner Marktforschungsinstituts psychonomics AG waren 400 zufällig ausgwählte Test-Nutzer aufgefordert worden, auf den Internetseiten von BASE, E-Plus, o2, Talkline, T-Mobile und Vodafone D2 nach einem für sie passenden Tarif zu suchen und die Gesamtqualität der Webseiten zu bewerten. Gewinner der Studie waren die Internetangebote von T-Mobile und o2.
o2 erhielt auch bei der Gesamtqualität seines Internetangebots die höchsten Zufriedenheitswerte. Der Webseite von Vodafone gelang es zwar am besten, die Aufmerksamkeit und Neugier der Besucher zu wecken, jedoch wollten 40 Prozent der Nutzer die eigentliche Tarif-Suchaufgabe am liebsten vorzeitig abbrechen. Der durchschnittliche Abbruchwunsch bei allen Webseiten lag bei 26 Prozent.
Verwirrende Bezeichnungen
Die Studie empfiehlt den Mobilfunkanbietern, ihre Webseiten noch benutzerfreundlicher zu gestalten. So würden teilweise bis zu 70 Alternativ-Tarife gleichzeitig angeboten, was zur Verwirrung des Nutzers beitrage. Auch müssten die Internetangebote stärker als bisher "die Sprache der Kunden sprechen". Ein Neueinsteiger wisse oft nicht, was sich hinter Bezeichnungen wie "O2 Genion" oder "Vodafone Fun" verberge. Intuitiver und naheliegender seien hier Einteilungen wie "Tarife für Vieltelefonierer" oder "Wochenend-Tarife", so die Studie.

(Christopher Bach)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang