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Mobilfunk-Preise purzeln auch im Oktober

Mit vielen neuen Flatrates und Community-Tarifen wird der Verdrängungswettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt neu angeheizt. Wir geben einen Überblick zu den wichtigsten Änderungen zum Monatswechsel.

01.10.2007, 18:45 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Was bisher fast ausschließlich Vertragskunden vorbehalten war, erobert nun auch zunehmend das Prepaid-Geschäft auf dem deutschen Mobilfunk-Markt: Pauschaltarife, so genannte Flatrates, die gegen einen monatlichen Fixbetrag unbegrenzt viele Telefonate ermöglichen. Was bisher nur von Tchibo angeboten wurde, ist ab sofort bei weiteren Billiganbietern zu haben. Doch nicht nur das. Viele weitere Änderungen haben sich anlässlich des Monatswechsels ergeben. onlinekosten.de gibt einen Überblick zu den wichtigsten Änderungen.
Neue Prepaid-Flatrates
Seit heute bieten auch Aldi Talk, simyo und blau.de eine Flatrate, die als Option zu den klassischen Discount-Tarifen zugebucht werden kann. Alle drei Anbieter nutzen das Netz von E-Plus und bieten ihren Pauschaltarif für 15 Euro an. Er ist ab Buchungszeitpunkt 30 Tage gültig und kann jederzeit wieder gekündigt werden. Das ist zum Beispiel dann von Vorteil, wenn abgesehen werden kann, dass die Flatrate über einen längeren Zeitraum nicht mehr benötigt wird.
Alle drei neuen Prepaid-Flatrates decken über die Optionsgebühr alle Gespräche ab, die in das deutsche Festnetz geführt werden. Außerdem sind alle anbieterinternen Telefonate, das heißt von blau.de zu blau.de, von simyo-Handy zu simyo-Handy beziehungsweise zwischen allen Aldi-Talk-Kunden, inklusive. Die Aldi-Flatrate hat zudem den Vorteil, dass während des Buchungszeitraums alle SMS zu anderen Aldi-Talk-Kunden nichts extra kosten.
o2 mit neuen Business-Flatrates
Vieltelefonierer können auf dem Markt der Mobilfunk-Flatrates ab sofort auf eine neue Business-Flatrate von o2 und ein Aktionsangebot der E-Plus-Marke Base setzen. O2 bietet Geschäftskunden die Möglichkeit, für 65 Euro netto im Monat unbegrenzt in alle deutschen Fest- und Mobilfunk-Netze zu telefonieren. Für 22 Euro netto monatlich sind alternativ alle Gespräche in das deutsche Festnetz und zu o2-Anschlüssen abgedeckt.
Base-Flatrate zum Sonderpreis
Wer kein Gewerbe betreibt, aber trotzdem viel mit dem Handy telefoniert, kann sich im Oktober die All-Net-Flatrate von Base zum Sonderpreis sichern. Statt normalerweise 90 Euro kostet der Tarif Base 5 bei Vertragsabschluss im Oktober nur 75 Euro im Monat. Eine Bestellung ist über die Base-Homepage möglich. In allen Base-Tarifen ist bei einer Online-Bestellung die ersten zwölf Monate eine SMS-Flatrate für unbegrenzt viele Kurzmitteilungen zu Base- und anderen E-Plus-Marken inklusive. Doch nicht nur bei seiner Flatrate-Marke hat sich E-Plus etwas Neues einfallen lassen, auch über die eigentliche Kernmarke geht ein neues Produkt an den Start. E-Plus bietet ab sofort eine zweite Zehnsation an. Statt zehn Euro Mindestumsatz im Monat werden zehn Euro Grundgebühr fällig. Dafür kosten nicht nur alle Telefonate in das deutsche Festnetz und zu allen nationalen Mobilfunkanschlüssen zehn Cent pro Minute, sondern auch alle SMS.
Alte Zehnsation weiter erhältlich
Die alte Zehnsation wird weiterhin unter dem Namen "Zehnsation Classic" angeboten. Hier werden monatlich zehn Euro Mindestumsatz erwartet und eine SMS kostet 20 Cent. Beide Zehnsation-Tarife sind bei Vertragsabschluss über die E-Plus-Homepage mit einem Bonus in Form von 50 Gratis-SMS im Monat versehen. Ein subventioniertes Handy gibt es nur bei Zuzahlung zwischen fünf und zehn Euro monatlich. Zu beachten ist: alle Verbindungen werden ab sofort nicht mehr im 60/1-Takt abgerechnet, sondern im 60/60-Takt, also auch nach der ersten Minute minutengenau.
Neue T-Mobile-Tarife
Neue Tarife gibt es nicht nur bei E-Plus, sondern auch bei Marktführer T-Mobile. In ausgewählten Xtra-Prepaid-Tarifen sind ab sofort neue SMS-Optionen erhältlich. Mit der Spar-Option S kosten alle Kurzmitteilungen zu anderen T-Mobile-Handys nur noch fünf Cent. Die monatliche Optionsgebühr beträgt 99 Cent. Alternativ ist die Spar-Option M erhältlich. Mit ihr sinkt der Standard-SMS-Preis für alle nationalen SMS auf fünf Cent. Allerdings werden monatlich auch 1,99 Euro fällig.
Ebenfalls neu eingeführt wird der Community-Tarif MyFaves. Dabei handelt es sich um eine kleine Software, die auf Handys installiert wird und günstige Telefonate zu fünf festgelegten Rufnummern erlaubt. Mit nur einem Klick können SMS verschickt oder Anrufe aufgebaut werden. Hierzu ist auf dem Handydisplay ein personalisiertes Dialogfeld zu sehen – visualisiert durch Bilder und Icons. Die fünf Favoriten werden dadurch zu mehr als nur einer Nummer im Adressbuch. Ihnen kann auch ein individueller Klingelton und andere persönliche Daten wie ein Geburts- oder Jahrestag zugeordnet werden. Jeders MyFaves-Kontakt lässt sich einmal im Monat kostenlos ändern.
MyFaves kostet monatlich 17,50 Euro, bei einer Bestellung bis zum 15. Januar 2008 werden nur 15 Euro im Monat berechnet. Die fünf ausgewählten Rufnummern können für fünf Cent pro Minute erreicht werden – unabhängig davon, in welchem Netz sie telefonieren. Alle anderen Gespräche kosten vergleichsweise teure 29 Cent pro Minute. Das gleiche Angebot bietet seit heute im Übrigen auch der Service-Provider debitel mit dem neuen Tarif Vario 5 an.
Relax-XL mit nur noch 120 Online-Minuten
Eine wichtige Änderung betrifft auch alle Kunden, die einen der Relax XL-Tarife nutzen. War es bisher im Rahmen einer Sonderaktion möglich, unbegrenzt im Internet zu surfen, sind ab sofort nur noch 120 Onlineminuten inklusive. Eine nennenswerte Änderung ist auch bei o2 zu verzeichnen. Wer sich über die o2-Homepage für einen Vertragsabschluss entscheidet kann ab sofort aus zwei Online-Vorteilen auswählen. Wahlweise gibt es monatlich entweder 15 Prozent Rabatt auf die Summe der Handyrechnung oder es werden bis zu 100 Gratis-SMS im Monat gewährt. Wer ein Prepaid-Paket mit Handy bestellt, erhält ein Jahr monatlich zehn kostenlose Kurzmitteilungen. Darüber hinaus können Prepaid-Neukunden bei einer Aufladung von mindestens 30 Euro von einem Bonusguthaben in Höhe von satten 40 Euro profitieren.
Neues von den Discountern
Viele kleinere Änderungen haben natürlich auch wieder die zahlreichen Mobilfunk-Discounter im Gepäck. Zwar wurden keine günstigeren Minutenpreise angekündigt, der Kampf um Neukunden ist in Form verschiedener Sonderaktion aber in vollem Gange. So ist zum Beispiel die 01051 Telecom, die auch schon den Call-by-Call-Markt aufgemischt hat, mit einem eigenen Billigtarif an den Start gegangen. Gespräche in das deutsche Festnetz und zu anderen 01051mobile-Kunden werden rund um die Uhr mit neun Cent pro Minute abgerechnet, netzexterne Gespräche mit 19 Cent. Bis Ende November sind anbieterinterne Verbindungen kostenlos möglich.
Bei klarmobil.de, der Billigmarke aus dem Hause mobilcom, ist noch bis kommenden Sonntag, 7. Oktober, der Einstieg zum Sonderpreis möglich. Statt 19,95 Euro werden nur 9,95 Euro berechnet. On top gibt es ein Startguthaben in Höhe von fünf Euro. Außerdem wird bei Buchung der neuen Flat-Option die Einrichtungsgebühr in Höhe von 6,95 Euro nicht berechnet. Für 3,95 Euro monatlich kosten Telefonate zu anderen klarmobil.de-Kunden nichts extra.
Ebenfalls mit einer Sonderaktion wirbt die Talkline-Tochter callmobile um Neukunden. Wer bis zum 15. Oktober bei dem Discounter einsteigt, muss nur fünf Euro für die Einrichtung zahlen, bekommt im Gegenzug aber zehn Euro Gesprächsguthaben. Wer seine Rufnummer zu callmobile portiert, bekommt 15 Euro zusätzliches Guthaben.
Mehr crash-Tarife
Zwar kein typisches Discounter-Angebot, aber auf jeden Fall ein faires Angebot finden interessierte Kunden unter www.crash-tarife.de. Dort werden von der debitel-Tochtermarke crash drei Mobilfunk-Tarife angeboten. Unter anderem der beliebte Fünf-Cent-Tarif crash 5. Für 2,95 Euro bietet er bis zu 3000 Gesprächsminuten im Monat, die für fünf Cent pro Minute in das deutsche Festnetz und zu allen nationalen Mobilfunkanschlüssen angerechnet werden. Neuerdings werden alle 30 Sekunden neue crash-Tarife in die Online-Börse eingebunden, was die Chance erhöht, einen der beliebten Tarife zu ergattern.
Günstigere Handys bei congstar
Die Billigmarke der Deutschen Telekom, congstar, hat darüber hinaus angekündigt, die Handy-Preise im eigenen Online-Shop zu senken. Das günstigste Modell ist ab sofort in Verbindung mit einer congstar-SIM-Karte für 19,99 Euro zu haben.

(Hayo Lücke)

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