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Mobiles Internet - Welcher Tarif soll's denn sein?

Flatrate, Volumentarif oder Tages-Flat? Wer unterwegs mit dem Notebook online gehen möchte, hat die Qual die Wahl. Wir geben Hilfestellung.

30.11.2009, 08:01 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Waren es früher sperrige PCMCIA-Karten, die den Weg ins mobile Internet ebneten, sind es heute deutlich kompaktere USB-Sticks. Sie funken in den UMTS-Netzen von T-Mobile, Vodafone und Co. und erlauben dabei, in Ballungszentren mit DSL-Geschwindigkeit das weltweite Datennetz zu erkunden. Frei nach dem Motto "Einstecken, verbinden, lossurfen". Doch eine Frage bleibt: welcher Tarife darf es denn sein? Ein Volumentarif, eine Tages-Flatrate oder doch lieber eine mobile Daten-Flatrate?
Volumentarif für spontane Web-Ausflüge
Auch wenn das mobile Surfen im Internet immer beliebter wird, ist es für viele Mobilfunk-Kunden kein fester Bestandteil des Alltags. Wer nur gelegentlich den Online-Zugang mit dem Notebook beschreiten möchte, vorrangig E-Mails (ohne große Anhänge) abruft und parallel dazu ein wenig von Webseite zu Webseite surft, ist mit einem Volumentarif bestens bedient. Je nach gewähltem Netzbetreiber sind zwischen 200 und 300 Megabyte über die monatliche Grundgebühr (10 bis 25 Euro) abgedeckt. Wer mehr surft, muss pro Megabyte extra zahlen. Ausnahme: o2 hat sich auf die Fahne geschrieben, 200 Megabyte Inklusivvolumen zu gewährleisten, bei Mehrverbrauch aber nur die Geschwindigkeit zu drosseln statt den Megabytezähler anzuwerfen. Das ist kundenfreundlich. E-Plus hat im Gegensatz dazu die Vermarktung des Volumentarifs Internet 250 ausgesetzt.
Tages-Flatrates für die spontane Nutzung
Eine Alternative zu Volumentarifen können Angebote für die mobile Internetnutzung sein, die auf Tagesbasis abgerechnet werden. Das ist insbesondere für jene Zielgruppe interessant, die sich nicht über eine lange Vertragslaufzeit an einen Anbieter binden möchten und darüber hinaus nur spontan von Zeit zu Zeit das mobile Internet nutzen.
Die Abrechnung der so genannten Tages-Flatrates erfolgt von Anbieter zu Anbieter auf 12- oder 24-Stundenbasis (zum Beispiel ProSieben oder Aldi Talk) beziehungsweise von 0 bis 24 Uhr eines jeweiligen Wochentages (zum Beispiel Fonic oder Tchibo). Einige Anbieter gehen zudem dazu über, kleinere Volumina (30 Minuten, 90 Minuten etc.) für weniger als einen Euro anzubieten - zum Beispiel BildMobil. Für Vielnutzer ist die Buchung einer Monatspauschale, einer so genannten Flatrate, zu empfehlen. Dabei ist aber zu beachten: rundum pauschal sind die Flatrates für mobiles Internet nicht. Nur bis zu einem monatlichen Datenvolumen von fünf Gigabyte wird in allen Netzen die maximal mögliche Bandbreite zur Verfügung gestellt. Wer mehr surft, wird von UMTS- beziehungsweise HSDPA-Geschwindigkeit auf GPRS-Niveau herabgestuft. Für Normalnutzer sollte diese Begrenzung keine größere Bedeutung haben, wer aber gerne Radio- oder Video-Streams nutzt, dürfte durchaus mit dem Limit konfrontiert und ausgebremst werden.
Quasi-Flatrates für Vielnutzer
Ein weiterer Nachteil der mobilen Datenflatrates ist, dass sie in der Regel nur in Verbindung mit einer 6-, 12- oder 24-monatigen Vertragslaufzeit zu haben sind. Flexibilität bleibt demnach auf der Strecke. Auf Wunsch geht es aber auch auf Prepaid-Basis. O2 gestattet die Buchung einer Prepaid-Flatrate - wahlweise in Verbindung mit einer Tages-Flatrate (3,50 Euro) oder einer Monatspauschale (25 Euro). Bei der Auswahl eines Flatrate-Angebots sollte darüber hinaus - insbesondere bei kleineren Providern - genau auf das Kleingedruckte geachtet werden. Bei vielen Tarifen erhöht sich die Grundgebühr nach einigen Schnuppermonaten oder der Mindestvertragslaufzeit deutlich. Wer nicht rechtzeitig kündigt, muss häufig ein weiteres Jahr bei seinem Anbieter bleiben - zu vergleichsweise hohen monatlichen Grundkosten.
Schnelles Internet kostet mehr Geld
Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist die Wahl des richtigen Netzes. Wer wirklich schnell im Internet unterwegs sein will, sollte bereit sein, ein bisschen mehr Geld auf den Tisch zu legen. So bieten zum Beispiel T-Mobile und Vodafone die Möglichkeit, an besonders nutzungsintensiven Standpunkten mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde Daten aus dem Internet zu laden und mit bis zu 1,45 Mbit/s über HSUPA zu verschicken. Das o2-Netz gestattet in der Regel Download-Raten von 3,6 Mbit/s und 384 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) im Upstream. E-Plus ist zwar vergleichsweise günstig, bietet aber in der Regel nur UMTS-Verbindungen mit bis zu 384 Kbit/s.
Eine Übersicht zu mobilen Datentarifen haben wir in unserem Mobilfunk-Hintergrundbereich zusammengefasst.

(Hayo Lücke)

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