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Mobiles Internet schließt digitale Kluft in Deutschland

Der mobile Internetzugang über leicht bedienbare Smartphones und Tablet-PCs spricht laut einer im Auftrag der Initiative D21 durchgeführten Studie immer mehr digital unerfahrene Nutzer an. Bereits 26,5 Prozent der Bundesbürger greifen mobil auf das Internet zu.

26.02.2012, 14:01 Uhr (Quelle: DPA)
Smartphone© goodluz / Fotolia.com

Tablet-Computer und Smartphones sprechen einer aktuellen Studie zufolge zunehmend digital unerfahrene Nutzer an - und tragen so dazu bei, die digitale Kluft zu schließen. Die Entwicklung der digitalen Gesellschaft in Deutschland sei entscheidend davon abhängig, wie der mobile Zugang zum Internet in Zukunft gestaltet werde, sagte Olaf Reus, Gesamtvorstandsmitglied der Initiative D21, am Donnerstag in Berlin.

Smartphones erleichtern Interneteinstieg

"Die aktuelle Gerätegeneration bietet mit ihren einfachen Nutzeroberflächen den idealen Einstieg in die digitale Welt", sagte Reus. "Damit können wir selbst diejenigen erreichen, die bisher mit einer gewissen Skepsis dem Internet gegenüberstanden." Souverän gehen den Studien-Ergebnissen zufolge erst 38 Prozent der Bevölkerung mit dem Internet um. Der Anteil derjenigen, die bislang über digitale Wege kaum erreicht werden konnten, habe dagegen lange stagniert.

Derzeit greifen der Studie zufolge bereits 26,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland von unterwegs auf das Internet zu. Wenn das Mobilfunknetz leistungsfähiger wäre und Daten schneller übertragen würden, würden sogar 40 Prozent von ihnen deutlich häufiger mobil ins Netz gehen. 43,4 Prozent der Befragten könnten sich sogar vorstellen, dann nur noch einen mobilen Zugang zu nutzen.

Hemmschwelle zur Nutzung digitaler Medien fällt

Die bislang digital wenig Affinen sind der Studie zufolge sogar bereit, für den mobilen Zugriff mehr Geld zu investieren als digital souveräne Nutzer: (23,70 Euro gegenüber 21,40 Euro im Monat). Nutzer, die über die entsprechenden Geräte verfügen, wollen häufiger online gehen und die neuen Möglichkeiten des mobilen Netzes nutzen. "Damit fällt die Hemmschwelle der Nutzung digitaler Medien, und die persönliche Medienkompetenz wächst schon allein durch das reine Ausprobieren", sagt Robert Wieland, Gesamtvorstandsmitglied der Initiative D21 und Geschäftsführer von TNS Infratest.

Für die Studie "Mobile Internetnutzung 2012" hat TNS Infratest im Auftrag der Initiative D21, einem Netzwerk von Vertretern aus Wirtschaft und Politik, insgesamt 1.005 Telefoninterviews durchgeführt.

(Jörg Schamberg)

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