Verbraucherzentrale

Mobiles Internet in Deutschland im europäischen Vergleich teuer

Die Verbraucherzentrale hat für mehrere europäische Länder die durchschnittlichen Kosten für 1 Gigabyte Datenvolumen verglichen. Deutsche Internetnutzer zahlen besonders viel.

Jörg Schamberg, 21.07.2021, 12:18 Uhr
Mobiles Internet© Syda Productions / Fotolia.com

Mobiles Internet in Deutschland ist für Internetnutzer im Vergleich zu anderen europäischen Ländern überdurchschnittlich teuer. Zu diesem Ergebnis kommt der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbz) in einer Analyse. Dazu wurden in mehreren europäischen Ländern die Kosten für 1 Gigabyte (GB) mobiles Datenvolumen für die Jahre von 2016 bis 2019 verglichen.

1 GB Datenvolumen kostete 2019 3,35 Euro in Deutschland und 0,83 Euro in Polen

Das mobile Internet wird rege genutzt, im vergangenen Jahr griffen 80 Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland mobil auf das weltweite Netz zu. In den vergangenen Jahren sind die Preise für Mobilfunkleistungen in Europa gesunken. Doch Datenvolumen für die mobile Internetnutzung bleibe hierzulande im europäischen Vergleich relativ teuer.

Laut vzbz zahlten deutsche Verbraucher 2019 im Schnitt drei Mal so viel wie Endkunden in den günstigsten europäischen Ländern. In Polen zahlten Verbraucher 2019 lediglich 0,83 Euro für 1 GB mobiles Datenvolumen. In Deutschland lag der Preis dagegen dafür bei 3,35 Euro. Deutschland gehöre bei mobilem Internet kontinuierlich zu den teuersten Ländern in Europa. Ebenso teuer wie in Deutschland war mobiles Internet 2019 auch in Großbritannien. Und im beliebten Urlaubsland Spanien wurden 2019 im Schnitt sogar 3,58 Euro für 1 GB Datenvolumen fällig. In Italien waren es dagegen nur 1,65 Euro.

Das verbrauchte mobile Datenvolumen steigt stetig. Waren es 2019 noch 2,76 Milliarden Gigabyte, so kletterte der mobile Datenverbrauch 2020 auf 3,97 Milliarden Gigabyte.

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