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Mobiles Internet im Mai: Aktionen in der Übersicht

Im Wonnemonat Mai tritt o2 auf die Bandbreitenbremse, Tchibo setzt auf UMTS und surfen im Vodafone-Netz wird auch mit flexibleren Vertragslaufzeiten möglich.

02.05.2009, 15:31 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Mobiles Internet, das sich wachsender Beliebtheit erfreut, ist nicht mehr nur ein Thema für Mobilfunknetzbetreiber und Reseller. Auch der Internetanbieter Hansenet mit seiner DSL-Marke Alice setzt auf den Trend Internet für unterwegs und bietet nun eine Zusatzoption Mobile Internet Flat an. Für 14,90 Euro monatlichen Aufpreis können Internetsurfer zusätzlich zu ihrem DSL-Anschluss das UMTS-Netz von o2 nutzen. Kunden, die das Mobilfunkangebot Alice Mobile nutzen, zahlen 19,90 Euro monatlichen Aufpreis. Allerdings wird bereits ab einem Datenvolumen von mehr als einem Gigabyte (GB) im Monat auf GPRS-Niveau heruntergedrosselt.
UMTS-Tagesflat von o2
Der Mobilfunknetzbetreiber und DSL-Anbieter o2 hat im Mai nicht nur seine Mobilfunktarife kräftig umstrukturiert: Auch von den o2-Datentarifen gibt es Neues zu vermelden. Ab dem 5. Mai bietet o2 mit der Internet Dayflat eine Tages-Flatrate an. Auf Prepaid-Basis kann für 3,50 Euro jeweils bis 24 Uhr eines Kalendertages gesurft werden.
Ab einem verbrauchten Datenvolumen von mehr als einem GB geht es nur noch per GPRS ins Netz. Das Angebot ist eher auf Gelegenheitssurfer zugeschnitten, die hin und wieder auch einmal von unterwegs auf das Internet zugreifen möchten. Der passende o2 Prepaid Surfstick ist zum Preis von 69,99 Euro erhältlich. Eine UMTS-Tagesflat ist (unter anderem) auch über Fonic erhältlich, hier fallen allerdings nur 2,50 Euro pro Tag an. Das Fonic-Startpaket inklusive Surfstick und fünf Tagen zum kostenlosen Surfen wird auch im Mai weiterhin für 99,95 Euro angeboten.
o2 drosselt Bandbreite künftig bereits ab fünf GB
o2 unterschied sich bislang hinsichtlich der Drosselung der Bandbreite von den anderen Mobilfunknetzbetreibern. In den UMTS-Netzen von T-Mobile, Vodafone als auch von E-Plus kann bereits ab einem monatlich verbrauchten Datenvolumen von mehr als fünf GB nur noch mit GPRS-Geschwindigkeit von maximal 64 Kilobit pro Sekunde gesurft werden. o2 beschränkte die Bandbreite ab einem Datenverbrauch von zehn GB, künftig werden Neukunden aber auch von o2 bereits ab fünf GB gedrosselt. Gegenüber onlinekosten.de erklärte ein o2-Sprecher, dass durch diesen Schritt jedem Kunden bei der Nutzung des mobilen Internets die "gleiche Geschwindigkeit und Qualität zur Verfügung gestellt" werden solle. Damit passt sich die mobile o2 Internet Flat L, die bei Online-Bestellung zum monatlichen Preis von 21,25 Euro erhältlich ist, dem Feld der übrigen Anbieter an. Das UMTS-Netz von o2 nutzt auch der Kaffeeröster Tchibo für seine bisher nur temporär angebotene mobile Internet-Flatrate. Der Datentarif Internet Flat 10 GB findet sich nun dauerhaft bei Tchibo als Onlineangebot.
Datentarif wird Dauerangebot
Zum monatlichen Pauschalpreis von 19,95 Euro können Kunden mit einer Bandbreite von derzeit maximal 3,6 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) Daten aus dem Netz herunterladen. Auf Anfrage von onlinekosten.de teilte eine Tchibo-Sprecherin mit, dass die Bandbreite im Mai, im Gegensatz zum Datentarif von o2, nicht schon ab fünf, sondern wie bislang auch erst ab zehn GB in der Bandbreite eingeschränkt und auf GPRS-Niveau gedrosselt wird. Die zum mobilen Surfen benötigte UMTS-Hardware in Form eines Surfsticks ist aktuell noch zum Preis von 49,95 Euro erhältlich. Im Kaufpreis inklusive ist die Internet-Flat für den ersten Monat. Ab dem 4. Mai muss für den UMTS-Stick mit 59,95 Euro zehn Euro mehr gezahlt werden, die Versandkosten betragen 4,95 Euro.
Neues von MoBlack
Flexible Vertragslaufzeiten sind bei den verschiedenen Anbietern mit Datentarifen für das UMTS-Netz von Vodafone eher selten anzutreffen. In der Regel finden sich hier nur Mindestvertragslaufzeiten von 24 Monaten. Dies ändert sich nun beim Angebot von MoBlack. Neben der SurfFlat 24 zum monatlichen Preis von 29,95 Euro steht nun auch die SurfFlat 6 ebenfalls für 29,95 Euro mit lediglich sechsmonatiger Vertragslaufzeit zur Auswahl. Während bei der 24-monatigen Flatrate ein Surfstick oder eine PC-Express Card allerdings bereits für einen Euro angeboten werden, müssen Nutzer der auf sechs Monate befristeten Datenflat tiefer in die Tasche greifen und dafür 99 Euro zahlen. Hinzu kommen Versandkosten in Höhe von 9,95 Euro. Flexibilität hat somit seinen Preis, wenn noch keine UMTS-Hardware vorhanden ist. Die einmalige Anschlussgebühr beträgt 24,95 Euro.
Eine kurze, sechsmonatige Mindestvertragslaufzeit für die UMTS-Nutzung im Vodafone-Netz bietet weiterhin auch der Kölner Anbieter sparhandy mit seiner Marke mobook an. Der Tarif mobook basic 6 kostet 29,95 Euro monatlich, eine Anschlussgebühr fällt nicht an. Ein UMTS-Stick ist für 49 Euro zuzüglich zwei Euro Versandkosten erhältlich.
Vergleichen der Datentarife lohnt sich
Der Großteil der Anbieter von mobilen Internettarifen schickt ansonsten seine schon aus dem April bekannten UMTS-Angebote mindestens bis Mitte Mai in die Verlängerung. Die monatliche Gebühr im Netz von T-Mobile oder Vodafone liegt meist in einer Preisspanne zwischen 25 und knapp 40 Euro. Vorsicht ist angesagt bei Lockangeboten mit Preisen von rund 20 Euro: hier sind häufig nur die ersten sechs Monate günstiger erhältlich, ab dem siebten Monat fallen monatlich meist zehn Euro mehr an. Nach Ablauf der zweijährigen Vertragslaufzeit erhöhen etliche Anbieter dann den monatlichen Preis für ihre Datenflat auf zumeist knapp 35 Euro. Dies ist aber wie so oft nur dem Kleingedruckten zu entnehmen. Ein Vergleich der Anbieter lohnt sich, denn manche verzichten auf eine Anschlussgebühr oder bieten die UMTS-Hardware günstiger an.
Im Hintergrundbereich von Onlinekosten.de hat die Redaktion eine "Übersicht zu aktuellen UMTS-Datentarifen" zusammengestellt.

(Jörg Schamberg)

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