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Mobiles Internet: Die Qual der Wahl im November

Von einer Herbstdepression ist bei den Mobilfunknetzbetreibern und Providern im Bereich mobiles Internet nichts zu spüren: Es gibt jede Menge Neuigkeiten. Das Web zum Mitnehmen wird schneller, flexibler und vielseitiger.

01.11.2010, 15:31 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Mit den gerade wieder angestiegenen Temperaturen scheint auch das Angebot an Tarifen für mobiles Internet mit dem Handy, Smartphone oder Notebook zuzunehmen. Neben komplett neuen Tarifen sind weitere positive Entwicklungen auf dem Markt der mobilen Flatrates zu beobachten: Die Volumengrenzen steigen, die Tarife werden flexibler und vielseitiger und auch die Kosten überschaubarer. Einige Provider haben zusätzliche Kosten-Airbags eingeführt, die die Mobilfunk-Kosten nicht über eine bestimmte Grenze hinaus wachsen lassen. Wir haben die Neuigkeiten rund um das mobile Internet im November zusammengefasst.

Mobile Datentarife im November - Inhalt

  1. Mobile Daten-Flatrates im Telekom-Netz
  2. Mobiles Internet über Vodafone
  3. Datentarife im Netz von o2
  4. Neuigkeiten im E-Plus-Netz

Rundum-Erneuerung bei der Telekom

Allen voran hat sich direkt bei der Telekom etwas getan: Der Bonner Konzern hat ihre Vertragstarife rundum aktualisiert und zwölf neue Mobilfunk-Flatrates sowie etliche neue Mobilfunk-Optionen aus dem Boden gestampft. Ab dem 3. November können Kunden aus drei Tarif-Rubriken mit jeweils vier Tarifmodellen wählen. Wer den Fokus ausschließlich auf das Telefonieren legt, greift zu Call. Für die gelegentliche Internetnutzung lässt sich optional eine Handy DayFlat für 99 Cent pro Tag oder die Handy Flat für 9,95 Euro pro Monat hinzu buchen. Zu beachten ist die Maximal-Geschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde.

Eine Kombination aus diesen meiden Möglichkeiten bietet Call & Surf Mobil. In den vier Tarifpaketen für 4,95 bis 34,95 Euro pro Monat ist eine Flatrate für mobiles Internet, allerdings ebenfalls mit der ausgebremsten Geschwindigkeit, enthalten. Ab einem verbrauchten Volumen von 200 Megabyte (MB) sackt sie zudem weiter ab – auf GPRS-Niveau.

Wird häufig auf das Internet zugegriffen, dürften das kaum ausreichen. Für eine umfangreichere Internetnutzung hält die Telekom daher die neue Rubrik Complete Mobil bereit, die mobiles Surfen via UMTS/HSDPA mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) im Downstream ermöglicht und noch eine Hotspot-Flatrate mit einbindet. Die beiden üppigeren Tarifvarianten Complete Mobil L und XL liefern das umfangreichste Inklusivvolumen pro Monat: Erst ab einem Gigabyte (GB) drosselt die Telekom von HSDPA- auf GPRS-Geschwindigkeit. Darüber hinaus ist die Nutzung von VoIP inklusive, für diese Option verlangt die Telekom regulär 9,95 Euro. Für weitere 9,95 Euro winkt eine Highspeed-Option, die das Surfen auf 14,4 Mbit/s beschleunigt. Alle Tarife gibt es über www.telekom.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
Sie können dieses Produkt natürlich auch woanders kaufen; der hier integrierte Werbelink ist ein Vorschlag und stellt weitere Informationen zur Verfügung. Partnerprogramme haben keinerlei Einfluss auf unsere redaktionelle Berichterstattung, Preise oder Platzierungen in Tarifrechnern.
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Congstar: Zwei neue Surf-Flatrates

Einen Tag später hält auch der Billig-Ableger der Telekom, congstar, neue Mobilfunk-Flatrates für das Surfen mit dem Handy bereit. Ab dem 4. November gibt es die congstar Surf Flat 1 für 9,99 Euro pro Monat und 200 MB Volumen für Netz-Ausflüge mit bis zu 3,6 Mbit/s und die Surf Flat 2, die für 14,99 Euro erst ab einem GB die Speed-Bremse zieht. Beide Tarife stehen nur für Neukunden zur Verfügung, für Besitzer eines iPhone 4 oder iPad gibt es die SIM-Karte auch als microSIM-Variante – zu buchen unter www.congstar.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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DiscoSURF L: Günstigster 5-GB-Tarif ohne Vertragsbindung

Über das Netz der Telekom wickelt auch der Mobilfunk-Discounter discoSURF einen seiner insgesamt drei neuen Tarife für mobiles Internet am Notebook oder Netbook ab. Mit discoSURF L können Kunden für 18,95 Euro nach der Bestellung über www.discosurf.de pro Monat fünf GB Volumen per HSDPA aufbrauchen. Eine Vertragsbindung besteht nicht, der Tarif ist jederzeit kündbar. Alternativen der Konkurrenz gibt es zwar schon für 1 Euro pro Monat günstiger, dann aber mit einer Mindestvertragslaufzeit. Wer auf diese verzichten möchte, zahlt bei anderen Providern wiederum 1 Euro mehr als bei discoSurf. Lediglich die Anschlussgebühr von 24,95 Euro müsste bei discoSURF noch beachtet werden: Tchibo Mobil verlangt für seine vergleichbare Internet-Flat XL nur 19,90 Euro, die anderen Konkurrenten aber mehr. Die zwei übrigen Tarif-News des Providers richten sich an Wenigsurfer und laufen über das o2-Netz (siehe Seite 3, Datentarife im Netz von o2).

Im Vodafone-Netz hat die die ProSiebenSat.1-Gruppe mit FYVE einen eigenen Handytarif gestartet, der sich mit Daten-Optionen aufstocken lässt. Für 5 Euro pro Monat können die Nutzer 150 MB mit 384 Kbit/s versurfen. Ist diese Grenze erreicht, ist keine weitere Nutzung möglich. Für 10 Euro pro Monat erhöht sich das Volumen auf 500 MB und die Geschwindigkeit auf 7,2 Mbit/s per HSDPA. Jenseits der 500-MB-Marke erfolgt kein Stopp, sondern eine Drosselung auf GPRS. Wie bei vielen Angeboten, ist es auch bei FYVE möglich, anstelle einer SIM- eine microSIM-Karte zu ordern.

Mobile Datentarife im November - Inhalt

  1. Mobile Daten-Flatrates im Telekom-Netz
  2. Mobiles Internet über Vodafone
  3. Datentarife im Netz von o2
  4. Neuigkeiten im E-Plus-Netz

Neuer Surfstick bei BILDmobil

Der Discounter BILDmobil hat währenddessen einen neuen Surfstick für das mobile Internet ins Angebot aufgenommen. Im Gegensatz zum regulären HSDPA-Stick für 39,95 Euro kostet er nur 14,95 Euro, bietet aber auch nur die halbe Geschwindigkeit von 3,6 Mbit/s. Abzüglich des Startguthabens in Höhe von 6,99 Euro und zuzüglich der Versandkosten von 5 Euro ergibt sich ein Endpreis von etwa 13 Euro. Der Stick kann mit verschiedensten Datenoptionen kombiniert werden, die über www.bildmobil.de erhältlich sind.

o.tel.o: Vier Tarife zur Auswahl

Einen Surfstick und Prepaid-Tarife für Internet unterwegs gibt es jetzt auch von der Vodafone-Marke o.tel.o, die vier verschiedene Datentarife vorgestellt hat. Zu Preisen zwischen 1,99 und 9,99 Euro erlauben sie dem Nutzer, mit bis zu 3,6 Mbit/s im Internet zu surfen. Schluss mit der WWW-Nutzung ist – je nach Tarif – nach 99 Minuten bis hin zu neun Tagen oder wenn 500 MB beziehungsweise 1 GB an Traffic verursacht worden ist. Der Surfstick kommt im Übrigen mit SIM-Lock und kostet 59,95 Euro. Zu haben ist das Paket unter www.o.tel.o.de.

Ob nun DSL-Anschluss, Handyvertrag oder Daten-Flatrate – am liebsten hat der Kunde transparente Preise und eine möglichst flexible, weil kurze, Vertragslaufzeit. Dort setzt Telefónica o2 an und hat den Komfort im mobilen Internet erhöht. Die Laptop-Flatrate mit 5 GB HSDPA-Datenvolumen und einer maximalen Geschwindigkeit von 7,2 Mbit/s für 21,25 Euro pro Monat bindet ihre Kunden seit Ende Oktober nur noch 6 anstatt 24 Monate. Bei Surf-Tarifen für das Handy sinkt die Mindestvertragslaufzeit von 3 auf 1 Monat, während das Datenvolumen von 200 auf 300 MB steigt. Neu ist auch der so genannte Tages-Airbag, der ab dem 9. November die Kosten für die mobile Datennutzung pro Kalendertag auf 3,50 Euro deckelt.

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  2. Mobiles Internet über Vodafone
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  4. Neuigkeiten im E-Plus-Netz

Kabel BW mit Handytarifen und mobilen Flatrates

Eine große Neuerung im Netz von o2 sind die Mobilfunk-Angebote und Datenoptionen von Kabel BW. Ab dem 2. November ist der Kabelnetzbetreiber mit den drei Tarifen Family & Friends, der Handy-Festnetz-Flatrate und der Handy-Komplett-Flatrate am Markt aktiv, die für 0 bis 39,90 Euro pro Monat verschiedene Leistungen umfassen. Der teuerste Tarif erlaubt im Rahmen der Handy-Surf-Flatrate monatlich kostenlos bis zu 200 MB mit HSDPA-Speed zu verbrauchen. Für die übrigen Tarifmodelle steht diese Option für 9,90 Euro, bis zum 30. November aber zum reduzierten Preis von 4,90 Euro pro Monat, mit einer dreimonatigen Laufzeit zur Buchung über www.kabelbw.de Bei diesem Link handelt es sich um einen Affiliate-Link (Partnerlink), der Nutzer auf Seiten Dritter führt. Wird dort ein Kauf getätigt, erhalten wir unter Umständen eine Provision. Diese Vergütung trägt dazu bei, dass wir unseren Service für Nutzer kostenlos anbieten können.
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zur Verfügung. Für eine intensivere Internetnutzung empfiehlt sich die Handy-Powersurf-Flatrate für 14,90 Euro pro Monat mit einem Puffer von fünf GB.

simply: Einheitstarif mit drei Datenoptionen

Nicht mehr im D1-, sondern neuerdings ebenfalls im o2-Netz funkt simply mit dem neuen Einheitstarif simply clever, der als Vertragstarif oder Prepaid-Variante zu haben ist. Die Basis bildet ein Preis von 8 Cent pro SMS und Gesprächsminute ins Fest- oder Mobilfunknetz. Neben einer Festnetz-Flatrate befinden sich auch drei Daten-Optionen für das mobile Surfen mit UMTS/HSDPA im Baukasten. Wem 50 MB pro Monat genügen, der ist für 4,95 Euro dabei. Anstelle einer Drosselung der Geschwindigkeit, wie sie bei den folgenden zwei Tarifen auf 64 Kilobit pro Sekunde vorgenommen wird, hat ein Überschreiten der Grenze beim günstigsten Angebot von simply allerdings weitere Kosten zur Folge: 19 pro MB. Die nächstgrößere Option kostet 7,95 Euro und umfasst 200 MB, für 12,95 Euro pro Monat gibt es unter www.simply.de zudem den 1-GB-Tarif.

DiscoSURF S und M

Wie bereits erwähnt, gibt es vom Discounter discoSURF auch Neuigkeiten im o2-Netz. Seit Ende Oktober werden die neuen Tarife discoSurf S und M angeboten, die für 7,95 und 9,95 Euro ein monatliches HSDPA-Volumen von 500 MB beziehungsweise 1 GB bereitstellen – und zwar jeweils ohne Mindestvertragslaufzeit.

Lidl mobile jetzt auch mit Handy-Internet-Paket

Im Gegensatz zu Fonic war bei Lidl mobile bislang keine Datenoption verfügbar. Dies holt der Discounter nun nach: Für 9,95 Euro können Kunden das Handy-Internet-Paket bestellen, um – je nach Verfügbarkeit – mit UMTS- oder HSDPA-Speed im Internet zu surfen. Die GPRS-Bremse zieht Lidl bei Überschreiten von 500 MB.

Diese Grenze gilt mittlerweile auch bei Fonic selbst. Im Oktober erhöhte der Provider das Datenvolumen im Handy-Internet-Paket von 200 auf 500 MB pro Monat. Der Preis bleibt mit 9,95 Euro unverändert. Fonic bietet auch eine Tages-Flatrate für 2,50 Euro an, Lidl mobile weiterhin nicht.

E-Plus hat währenddessen die Downstream-Geschwindigkeit im eigenen Netz stellenweise erhöht. An einigen Hotspots sollen seit Mitte Oktober 7,2 anstatt 3,6 Mbit/s verfügbar sein. Über die genauen Standorte verriet der Mobilfunker jedoch nichts. Im Laufe der nächsten Woche geht es weiter bergauf: Der E-Plus-Gruppe zufolge sollen Kunden dann mit bis zu 21,6 Mbit/s surfen können.

Mobile Datentarife im November - Inhalt

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  4. Neuigkeiten im E-Plus-Netz

Mobiles Internet ab 5 Euro

Zusätzlich zur Base Internet Flatrate mit 200 MB UMTS-Volumen für 10 Euro im Monat und den Upgrade-Tarifen Internet Flat L und XL mit einem 1 beziehungsweise 5 GB zum Preis von 15 und 20 Euro startet Base nun eine Einsteiger-Variante: Die Internet Flat S mit 50 MB UMTS-Volumen für 5 Euro pro Monat. Das damit auf vier Angebote angewachsene Flatrate-Portfolio soll sich besser an die Wünsche der Kunden anpassen.

Base und ADAC mit "Sicherheitsgurt"

Am 2. November beginnt außerdem die Vermarktung des neuen Tarifs Mein Base mit ADAC Sicherheitsgurt, einem Tarif, der die Gebühren mit einem Kostenairbag abfedert. Zusammen mit dem Automobilclub ADAC begrenzt E-Plus die monatlichen Maximalkosten für Gespräche, Kurznachrichten und mobile Internetverbindungen auf 50 Euro. Wer mehr nutzt, zahlt trotzdem nicht mehr – wer gar nichts nutzt, zahlt auch nichts.

Kostenairbag für simyo

Ein ähnliches Sicherheitsnetz startet der Mobilfunk-Discounter simyo. Ab dem 1. November gibt es für alle Neukunden automatisch und für Bestandskunden auf Wunsch den simyo Kostenstopp, der einen Höchstbetrag von 39 Euro für Telefonate, SMS und das mobile Internet festsetzt. Die Datennutzung schlägt bis dahin mit 24 Cent pro MB zu Buche.

(Saskia Brintrup)

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