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Mobile Internetnutzung nimmt merklich zu

55 Prozent der Internetnutzer, gelangen auch mobil via Smartphone oder Tablet ins Internet. 2012 waren es nur 40 Prozent. Zeitgleich hat sich auch die Zahl derjenigen, die täglich oder mehrmals pro Woche mit mobilen Endgeräten online gehen, von 13 auf 19 Millionen erhöht. Dies zeigt die Studie "Mobile Internetnutzung 2013".

17.10.2013, 19:23 Uhr
Handy Telefonat© Yuri Arcurs / Fotolia.com

Immer mehr Bundesbürger gehen auch unterwegs online. 55 Prozent der Internetnutzer gelangen mittlerweile mobil via Smartphone oder Tablet ins Internet. 2012 waren es nur 40 Prozent. Zeitgleich hat sich auch die Zahl derjenigen, die täglich oder mehrmals pro Woche mit mobilen Endgeräten online gehen, von 13 auf 19 Millionen erhöht. Dies zeigt die Studie "Mobile Internetnutzung 2013" (PDF).

Neue Geräte verlocken zur Internetnutzung

Dabei steigt der Anteil der sogenannten "Heavy User" nicht nur in der Gruppe der "Digital Natives" (nach 1980 geboren) um 10 Prozent, sondern auch bei den 33-bis-50-jährigen "Digital Immigrants" um 6 Prozent sowie bei den "Silver Surfern" (älter als 50 Jahre) um 11 Prozent.

Insgesamt gehen über 25 Millionen Bundesbürger mit dem Smartphone oder Tablet ins Internet – ein Viertel davon allerdings nur gelegentlich oder auf Basisfunktionen wie E-Mail beschränkt. Die Marktforscher sehen die neuen Generationen mobiler Endgeräte als Grund für die deutliche Zunahme der mobilen Internetnutzung.

Zufrieden mit der Qualität

"Die Zukunft des Internets und seiner Anwendungen liegt schwerpunktmäßig im mobilen Bereich. Der Vormarsch des mobilen Internets bedeutet jedoch keineswegs, dass die stationäre Internetnutzung zukünftig weniger wichtig oder gar überflüssig wird. Im Gegenteil: mobiles und stationäres Internet haben im privaten wie beruflichen Alltag ihre ganz eigenen Verwendungskontexte und Nutzungsverfassungen", so Rafael Jaron, Geschäftsführer von Nordlight Research.

3,7 Millionen der deutschen Internetnutzer beabsichtigen, sich in den kommenden zwölf Monaten ergänzend zum stationären auch einen mobilen Internetzugang zuzulegen. Der Anteil derjenigen, die einer mobilen Nutzung grundsätzlich abwartend oder skeptisch gegenüber stehen, hat sich seit 2010 signifikant von 46 auf aktuell 36 Prozent verringert.

Mit der Qualität des mobilen Zugangs sind die Nutzer zufrieden: 54 Prozent beurteilen diese als sehr gut oder sogar ausgezeichnet, lediglich 12 Prozent als mäßig oder schlecht. 2010 war erst jeder dritte Nutzer (36 Prozent) uneingeschränkt vom mobilen Internet begeistert. Nutzer mobiler Endgeräte von Apple und Samsung zeigen sich derweil am zufriedensten mit dem mobilen Internet, gefolgt von HTC und Sony. Nokia hat den geringsten Anteil begeisterter Internetnutzer – mit negativem Trend.

Besonders zufrieden über das mobile Internet und seine Anwendungen äußern sich die Nutzer von Tablets – unabhängig davon, ob sie WLAN oder mobile Datentarife für den Zugang zum Internet nutzen. Das Lesen und Schreiben von E-Mails steht generell bei der mobilen Internetnutzung weiterhin an erster Stelle. Wichtiger werden das ziellose Surfen im Internet und die Suche nach Informationen – auch vor einer Anschaffung.

Bedeutung beim Onlineshopping wächst

Rund 40 Prozent der mobilen Internetnutzer haben bereits "Barcode-Scanner" und "QR-Code-Scanner" genutzt, um zusätzliche Produktinformationen abzurufen. Weitere 40 Prozent können sich dies in Zukunft vorstellen. Produkte mit dem Smartphone fotografiert und anschließend dazu weitere Informationen im Internet recherchiert hat bereits jeder vierte mobile Internetnutzer, 44 Prozent zeigen Interesse an der künftigen Nutzung einer solchen Funktion.

Stagnation gegenüber dem Vorjahr zeigt sich in den Bereichen mobiles Online-Shopping und mobiles Online-Banking bzw. anderer Transaktionsfunktionen und Kontenverwaltungen. Derzeit finden mobile Shopping-Aktivitäten deutlich häufiger via Tablet als über Smartphone statt.

Werbung akzeptieren gegen Rabatt

Das Smartphone als "mobile elektronische Geldbörse" nutzen derzeit acht Prozent. Jeder vierte Smartphone-Nutzer kann sich dies für die Zukunft vorstellen; die Mehrheit zeigt sich hier jedoch noch zurückhaltend bis skeptisch.

Werbung im mobilen Internet wird weiterhin sehr ambivalent beurteilt: Jeder zweite empfindet diese als störend, allen voran die Smartphone-Nutzer mit 63 Prozent der Befragten. Zugleich begrüßen rund 40 Prozent aller mobilen Internetnutzer, wenn sie als Gegenleistung für Werbeeinblendungen ihres Mobilfunkanbieters Vergünstigungen beim Mobilfunktarif erhalten würden.

Die Trendstudie "Mobile Internetnutzung 2013" wurde vom Marktforschungsinstitut Nordlight Research in Zusammenarbeit mit dem Online-Befragungsdienstleister Webfrager durchgeführt. Dafür wurden mehr als 1.000 Bundesbürger ab 16 Jahren zu ihrem Nutzungsverhalten befragt. Die Studie wird seit 2010 jährlich durchgeführt.

(Peter Giesecke)

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