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mobilcom kann nur bei Prepaid-Kunden punkten

Im DSL-Geschäft konnte die mobilcom-Internettochter freenet.de mit 75.000 Neukunden im dritten Quartal ordentlich zulegen.

08.11.2006, 14:35 Uhr
Notebook© Roman Hense / Fotolia.com

Beim Mobilfunk-Service-Provider mobilcom stottert der Motor. Wie aus den heute vorgelegten Quartalszahlen hervorgeht, konnte das Unternehmen aus Büdelsdorf im Mobilfunk-Geschäft nur durch weniger werthaltige Prepaid-Kunden punkten. Zudem sank der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal.
Gewinn steigt
Insgesamt konnte mobilcom im dritten Jahresquartal 507,4 Millionen Euro erwirtschaften. Vor einem Jahr lag der Umsatz noch bei 531,8 Millionen Euro. Gegenüber dem zweiten Quartal 2006 stieg der Umsatz jedoch an. Zwischen April und Juni hatte mobilcom nur 495,3 Millionen Euro erwirtschaften können. Das Konzernergebnis konnte nach eigenen Angaben durch vereinfachte Verwaltungsabläufe, gestraffte Abteilungen und verschlankte IT-Strukturen sowie neu ausgerichtete Vertrieb- und Marketing-Abteilungen deutlich gesteigert werden. Unter dem Strich stand im dritten Quartal ein Plus von 38 Millionen Euro. Vor einem Jahr hatte das Plus nur 16 Millionen Euro betragen.
Die Kundenzahl im Mobilfunk-Geschäft konnte der Service-Provider auf 5,01 Millionen steigern. Zum Stichtag am 30. September waren es demnach 40.000 Kunden mehr als noch Ende Juni. Vor einem Jahr lag die Kundenzahl bei 4,65 Millionen. Zu beachten ist hierbei allerdings, dass die Kundenzahl nur durch viele neue Prepaid-Kunden stieg. Während der Bestand an Vertragskunden konstant 2,7 Millionen beträgt, stieg die Anzahl an Prepaid-Kunden im Vergleich zum Vorquartal von 2,27 Millionen auf 2,31 Millionen an. Der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde betrug im dritten Quartal 17,60 Euro nach 17 Euro im zweiten Quartal 2006.
75.000 DSL-Neukunden bei freenet.de
Erfreuliche Zahlen gibt es auch von freenet.de zu vermelden. Die Internet-Tochtergesellschaft von mobilcom konnte im dritten Quartal 75.000 neue DSL-Kunden gewinnen und darf in diesem Segment auf nun 905.000 Kunden blicken. Gleichzeitig ging die Zahl der Schmalbandkunden aber weiter auf nun 2,2 Millionen zurück. Im Fettnetzgeschäft kann freenet.de auf 567.000 Preselection-Kunden bauen.
Der Umsatz im dritten Quartal 2006 ging zwar im Vergleich zum Vorquartal von 183,45 Millionen Euro auf 167,874 Millionen Euro zurück, dafür stand am Ende aber ein besseres Ergebnis. Es stieg von 7,2 Millionen Euro auf 10,4 Millionen Euro an. Begründet wird der sinkende Umsatz auf der einen Seite mit dem Fußball-WM-Monat Juli, im Wesentlichen aber mit einem neuen Vertragsmodell mit der Deutschen Telekom im Breitbandgeschäft. Anders als noch im zweiten Quartal des Jahres, zahlt die Telekom an freenet.de keine Prämien mehr, wenn ein Breitband-Anschluss auf Basis von T-DSL vermittelt wird. Das habe sinkende Umsätze zur Folge. Im Gegenzug würden aber höhere Margen bei den laufenden Einnahmen der Bestandskunden gesichert.

(Hayo Lücke)

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