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Mittelrheintal sucht Burgenblogger: Wohnen in der Burg und 2.000 Euro monatlich

Ob Loreley, Burgen oder Flussschleifen - das Mittelrheintal ist einzigartig, leidet aber auch unter immensen Problemen. Nun soll ein Blogger über das Tal schreiben.

16.08.2014, 15:01 Uhr (Quelle: DPA)
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Im Mittelrheintal ist ein besonderer Job zu vergeben: Gesucht wird ein Burgenblogger, der für ein halbes Jahr auf eine Burg zieht und über gute und schlechte Dinge der Region online berichtet. Das Ganze ist ein Projekt der Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE) Rheinland-Pfalz, der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und der Koblenzer "Rhein-Zeitung" (RZ).

Pro Monat 2.000 Euro

Wohnen kann der Blogger von Mai bis Oktober 2015 in einem Zimmer auf der landeseigenen Burg Sooneck nördlich von Bingen. Pro Monat zahlt die Entwicklungsagentur 2.000 Euro, wie ein GDKE-Sprecher erklärte. Seit Jahren leidet das Tal mit seinen zahlreichen alten Gemäuern und seiner beeindruckenden Natur unter Bahnlärm, Raumnot und Bevölkerungsschwund. Ein unvoreingenommener Blick eines Betrachters von außen - des Burgenbloggers - soll helfen, neue Visionen zu entwickeln.

"Wir wollten als Zeitung nicht mehr nur darüber berichten, sondern uns auch aktiv einbringen", sagte RZ-Chefredakteur Christian Lindner. Der Burgenblogger sei eine Art Fortentwicklung des Stadtschreibers.

Bewerbungsschluss am 14. September

Bewerbungen sind noch bis zum 14. September möglich. Lob kam von Blogger Sascha Lobo. "Eine nachahmenswerte Idee, vor allem deshalb, weil Bloggen ja zuallererst Publizieren aus der subjektiven Perspektive bedeutet. Und die dürfte im Turmzimmer einer Rheintalburg recht spektakulär sein", teilte er dpa mit. "Hoffentlich wird bei diesem Vorzeigeprojekt kein Quark geschrieben oder wenigstens interessanter Quark, damit in Zukunft noch viele Burgen bebloggt werden."

(Marcel Petritz)

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