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Mitarbeiter meiden ihre Chefs bei Facebook & Co

Wer in einem größeren Unternehmen arbeitet, bewegt sich zwar in den gleichen sozialen Netzwerken wie die Vorgesetzten, aber nur 5 Prozent sind mit ihnen dort vernetzt oder - wie es bei Facebook heißt - befreundet.

08.08.2014, 11:31 Uhr
Facebook © Facebook

Wer in einem größeren Unternehmen arbeitet, bewegt sich zwar in den gleichen sozialen Netzwerken wie die Vorgesetzten, aber nur 5 Prozent sind mit ihnen dort vernetzt oder - wie es bei Facebook heißt - befreundet. Dies ergab eine Umfrage des Branchenverbandes BITKOM.

57 Prozent würden (wahrscheinlich) ablehnen

Wenn der Chef sich dann online verbändeln möchte, würden 57 Prozent der befragten Nutzer von sozialen Netzwerken die Kontaktanfrage ablehnen. Bei 37 Prozent ist dies anscheinend eine Grundsatzentscheidung, 20 Prozent würden sich wahrscheinlich so verhalten.

Demgegenüber sagten nur 9 Prozent der Befragten Nutzer, dass sie eine solche Anfrage auf jeden Fall bestätigen würden, 14 Prozent würden wahrscheinlich zustimmen.

Netzwerk spielt eine Rolle

15 Prozent wissen noch nicht, wie die Entscheidung ausfallen würde, käme eine Freundschaftsanfrage vom Chef. Sie würden wohl die Anfrage nicht ablehnen, sondern so lange überlegen und mit der Reaktion warten, bis einer von beiden das Unternehmen verlassen hat.

"Ob man seinen Chef als Freund oder Kontakt annehmen sollte, hängt sicher von vielen Faktoren ab. Neben dem persönlichen Verhältnis zum Vorgesetzten spielt dabei auch die Art des Netzwerks eine Rolle", so Tobias Arns von BITKOM.

Befreundet, aber nicht gänzlich offen

"Bei reinen Business-Netzwerken wie Xing oder LinkedIn sieht das sicher anders aus als bei häufig eher privat genutzten Plattformen wie Facebook oder Google+." Eine solche Differenzierung bei der Fragestellung hat der Branchenverband in seiner Umfrage allerdings nicht vorgenommen.

Arns weiter: "Man wird mit seinem Chef in der Regel nicht teilen, was die besten Freunde zu sehen bekommen. Vorgesetzte sollten die Zurückhaltung von Mitarbeitern nicht als persönliche Zurückweisung verstehen. Viele Menschen wollen einfach Persönliches und Berufliches im Web klar trennen."

Das Meinungsforschungsinstitut ARIS hat für diese Umfrage im Auftrag des Branchenverbandes BITKOM 430 berufstätige Internetnutzer befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.

(Peter Giesecke)

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