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Mit Werbung genervt: Google entfernt Erweiterungen aus Chrome Store

Einen Tag war die Erweiterung im Chrome-Browser noch nützlich, den anderen Tag überflutete sie diesen plötzlich mit Werbung. Die beiden Add-ons "Add to Feedly" und "Tweet This Page" hatten auf diese Weise für Unmut unter den Nutzern gesorgt und wurden nun von Google aus dem Chrome-Store entfernt.

20.01.2014, 14:10 Uhr
Google© Google

Einen Tag war die Erweiterung im Chrome-Browser noch nützlich, den anderen Tag überflutete sie diesen plötzlich mit Werbung. Die beiden Add-ons "Add to Feedly" und "Tweet This Page" hatten mit diesem Verhalten für Unmut unter den Nutzern gesorgt und wurden nun von Google aus dem Chrome-Store entfernt. Dies berichtet das "Wall Street Journal" in seinem Blog "Digits".

Nur wenige Nutzer betroffen

Google hatte bereits im Dezember durch eine Änderung seiner Richtlinien die notwendige Grundlage geschaffen, nun gibt das Unternehmen die Richtung vor, wie diese in Zukunft angewendet werden sollen. Betroffen ist im vorliegenden Fall allerdings kaum jemand. Es handelt sich lediglich um zwei Erweiterungen mit jeweils weniger als hunderttausend Nutzern.

Google ist nicht nur Entwickler des Chrome-Browsers, sondern verdient sein Geld vor allem mit der Vermittlung von Werbung – in die Ergebnisse der eigenen Suchmaschine eingebettet oder auf x-beliebigen Webseiten geschaltet. Google unterbindet nicht die Schaltung von Werbung in Erweiterungen des eigenen Browsers, reglementiert diese mit den neuen Richtlinien aber.

Add-ons waren zuvor verkauft worden

In den beiden vorliegenden Fällen haben auch nicht die Entwickler versucht, sich eine neue Einnahmequelle zu erschließen. Die Erweiterungen wurden an jemanden verkauft, der offensichtlich das Ziel hatte, die Add-ons zweckzuentfremden. Die neue Werbe-Funktion kam dann per Update auf das Gerät. Ob die Werbeeinnahmen den vierstelligen Kaufbetrag übersteigen konnten, ist nicht bekannt.

(Peter Giesecke)

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