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Mit "Badword-List" auf Jugendschutz-Kurs

Mehrere Chatroom-Betreiber haben sich freiwillig zur "Selbstkontrolle Chat" zusammengeschlossen. Ziel ist ein verbesserter Jugendschutz im Internet.

05.11.2007, 17:31 Uhr
Browser© Diego Cervo / Fotolia.com

Hoffnung für besorgte Eltern oder Imagepflege? Innerhalb der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V (FSM) haben sich die Betreiber von beliebten "Chatrooms" (webbasierten Chatangeboten) zur "Selbstkontrolle Chat" zusammengeschlossen. Ziel der Initiative ist die Stärkung des Kinder- und Jugendschutzes in deutschen Chatangeboten. Zu den Gründungsmitgliedern der Selbstkontrolle Chat zählen LYCOS Europe, RTL interactive und Knuddels. Der Verhaltenskodex wird auch von AOL Deutschland unterstützt.
Moderation und "Badword"-Liste
Die beteiligten Chatroom-Betreiber haben neben dem für alle FSM-Mitglieder geltenden allgemeinen Verhaltenskodex freiwillig einen Subkodex verabschiedet, der Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen festschreibt. Er beinhaltet unter anderem:

  • In allen für Kinder und Jugendliche zugänglichen Chats der Unterzeichner muss zwischen zehn und 22 Uhr immer ein Moderator verfügbar sein
  • Begriffe, die in den Chats nicht benutzt werden dürfen ("Badwords"), werden zentral zusammengestellt und gepflegt
  • eine eindeutige Identifizierung und Rückverfolgung der Nutzer im Rahmen der "wirtschaftlichen und technischen Möglichkeiten"
  • Profil-Fotos werden verstärkt gesichtet und konrolliert
  • eine ausführliche "Chatiquette" gibt Nutzungstipps
Die Suchmaschinen- und Mobilfunkanbieter hatten hier wohl Vorbildfunktion: Sie haben unter dem Dach der FSM bereits 2005 einen Verhaltenskodex erarbeitet.

(Dorothee Monreal)

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