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Miniatur-PC passt direkt in die Steckdose

Das Unternehmen Marvell hat den "Plug-Computer" vorgestellt, der so klein wie ein Netzteil ist. Trotzdem hat ein 1,2-Gigahertz-Prozessor Platz gefunden.

01.03.2009, 11:31 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Im Hardware-Bereich schrumpfen nicht nur die Prozessoren, sondern auch die PC-Gehäuse. Die so genannten Nettops – wie die Eee Box von Asus oder der MSI Wind PC mit Atom Prozessor – sorgen für mehr Platz am Schreibtisch. Zwar sind die Geräte nicht so leistungsstark wie herkömmliche Desktops, benötigen im Gegenzug aber viel weniger Strom. Dies alles trifft auch auf den "SheevaPlug Plug-Computer" von Marvell zu.
PC im Adapter
Der Mini-Rechner des kalifornischen Halbleiterherstellers ist so klein, dass er als Adapter direkt in die Steckdose gesteckt wird. Er soll eine PC-ähnliche Leistung bringen und ist daher mit einem Sheeva-Prozessor mit 1,2 Gigahertz bestückt. Der Arbeitsspeicher fällt mit 512 Megabyte (MB) kleiner als bei den aktuellen Netbooks aus. Auch der Speicherplatz beschränkt sich auf 512 MB und unterbietet damit sogar noch den ersten Eee PC von Asus, der vier Gigabyte integrierte. Für Peripherie steht ein USB-Anschluss bereit. Eine Mini-USB-Schnittstelle ist ebenfalls vorhanden, um einen Computer anzuschließen.
Ersatz für Heim-Server
Diese Konfiguration bezieht sich auf die offene Plattform SheevaPlug, mit der Entwickler kleine Rechner mit verschiedenen Linux-Distributionen erarbeiten können. Der kleine PC soll sich in erster Linie über den Gigabit-Ethernet-Anschluss mit einem Heimnetzwerk verbinden und – zum Beispiel über eine externe Festplatte – einen Dauerzugriff auf Bilder, Videos und Co. ermöglichen oder aber zusammen mit einer Software als Backup-Lösung dienen. Da er im Vergleich zu einem typischen Heim-Server-PC mit weniger als einem Zehntel des Stroms auskommt, soll er 24 Stunden am Tag laufen können. Im normalen Betrieb sollen weniger als fünf Watt verbraucht werden.
Das SheevaPlug-Entwicklungs-Kit kann über www.marvell.com für 99 US-Dollar (etwa 77 Euro) bestellt werden.

(Saskia Brintrup)

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