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Milliardenklage gegen Google und YouTube

Viacom hat den Suchmaschinen-Betreiber Google und dessen Videoportal YouTube auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt. Grund: eine angeblich "massive vorsätzliche Verletzung" von Urheberrechten.

14.03.2007, 08:01 Uhr
Google© Google

Der US-Medienkonzern Viacom hat den Suchmaschinen-Betreiber Google und dessen Videoportal YouTube auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagt. Die Internetangebote der Unternehmen stellten eine "massive vorsätzliche Verletzung" von Urheberrechten dar, begründete Viacom die am Dienstag bei einem Bezirksgericht in New York eingereichte Klage.
Viacom: Angebot "klar illegal"
YouTube habe ein lukratives Geschäft aufgebaut, in dem die Gesellschaft die Hingabe der Fans für ihre Vorbilder ausbeute. Das Geschäftsmodell sei "klar illegal". Viacom will mit der Klage Schadenersatz von über einer Milliarde Dollar (rund 750 Millionen Euro) geltend machen. Zudem will der Konzern eine gerichtliche Verfügung erreichen, um weitere Schutzrechtverletzungen zu verhindern.
YouTube hatte vergangenen Monat zugesichert, auf seinen Internetseiten über 100.000 nicht autorisierte Video-Clips von Viacom zu löschen. Ein zuvor versprochenes System zur automatischen Sperre solcher Inhalte hatte YouTube nicht installiert. Viacom warf YouTube vor, zwar mit vielen Beteiligten in der Branche über das Problem der Urheberrechte verhandelt zu haben, aber seinerseits "keine proaktiven Schritte" unternehme, um diese Schutzrechtsverletzungen auch einzudämmen. Vielmehr würden YouTube und Google davon weiterhin profitieren, führte Viacom. Zu dem Medienkonzern gehören über 130 Fernsehgesellschaften, eigene Internet-Angebote und auch die weltweit erfolgreiche Filmproduktionsgesellschaft DreamWorks.

(Denise Bergfeld)

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