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Millenium GmbH verklagt France Telecom

France Telecom soll insgesamt 5,6 Milliarden Euro Schadenersatz an die Millenium AG und mobilcom zahlen.

10.01.2006, 15:09 Uhr
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Der französische Telekommunikationskonzern France Telecom muss sich auch im Jahr 2006 auf juristischen Ärger rund um die ehemalige Beteiligung am deutschen Service-Provider mobilcom beschäftigen. Wie heute bekannt wurde, haben die Millenium GmbH und die Ehefrau des mobilcom-Gründers Gerhard Schmid beim Landgericht Kiel eine Millionenklage gegen France Telecom eingereicht.
Unter dem Aktenzeichen 14 O 90/05 haben die Kläger beantragt, France Telecom zu milliardenschweren Schadensersatzzahlungen zu verurteilen. An mobilcom sollen 3,6 Milliarden Euro gezahlt werden, weitere 1,8 Milliarden Euro an die Millenium GmbH.
Das liebe Aktienrecht
Hintergrund für die Klage sei der Ausstieg der France Télécom im Jahr 2002 aus einem umfassenden Kooperationsvertrag mit der mobilcom AG. Die Ansprüche ergeben sich aus dem Aktienrecht, wonach ein herrschendes Unternehmen einem abhängigen Unternehmen bei Veranlassung einer nachteiligen Maßnahme den entstandenen Schaden vollständig ausgleichen muss.
Erst kürzlich habe das OLG Schleswig in einem Urteil die Rechtsmeinung geäußert, wonach viel dafür spreche, dass diese aktienrechtlichen Voraussetzungen im Fall des Ausstieges der France Télécom aus dem Kooperationsvertrag vorliegen (OLG Schleswig, 5 U 57/04 vom 8.12.2005).
Den nun geltend gemachten Schaden habe ein Wirtschaftsprüfer in einem Gutachten festgestellt, teilte die Millenium GmbH mit. Die Anwälte der France Télécom seien über die Klage bereits informiert worden.

(Hayo Lücke)

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