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Microsofts Fahrstuhl erspart das Knöpfchendrücken

Microsoft hat einen Fahrstuhl mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Nach einer dreimonatigen Lernphase ist dieser in der Lage vorherzusagen, in welche Etage ein Fahrgast befördert werden möchte.

02.02.2014, 12:01 Uhr
Microsoft© Microsoft

Microsoft hat einen Fahrstuhl mit künstlicher Intelligenz ausgestattet. Nach einer dreimonatigen Lernphase war dieser in der Lage vorherzusagen, in welche Etage ein Fahrgast befördert werden möchte. Das Drücken eines Knöfpchens war dann nicht mehr erforderlich.

Sensoren in den Gängen

Die künstliche Intelligenz des Fahrstuhls könne dann dafür sorgen, dass "etwa wenn Mittagessens-Zeit ist und wenn Sie sich mit einem Kollegen zum Lunch verabredet haben, Sie ohne weiteres Zutun direkt zur Etage Ihres Kollegen gebracht werden, wenn Sie den Lift betreten", so Peter Lee, Chef von Microsoft Research.

Gelernt wird also das übliche Verhalten der Fahrgäste. Es wird aber auch erfasst, wer sich in den Gängen bewegt – und damit viele persönliche Daten. Das reicht dann zwar nicht, um komplette Bewegungsprofile zu erstellen, es wird aber immerhin registriert, wer wann eine wichtige Schleuse im Haus durchläuft – den Fahrstuhl.

Zwischenschritt zum persönlichen Assistenten

Microsoft verspricht, dass diese Daten nicht weiter genutzt werden. Frau Müller aus dem Rechnungswesen muss also nicht mit einer Abmahnung durch ihren Arbeitgeber rechnen, weil sie zu oft den Süßigkeitenautomaten im Stockwerk höher aufsucht – gleich neben dem Büro von Herrn Meier.

Das Labor von Microsoft Research arbeitet an virtuellen persönlichen Assistenten. Letztlich geht es immer darum, warum jemand etwas macht. Die Technik versucht, dieses Warum vorherzusagen und Schlüsse daraus zu ziehen, um dann mit einer Hilfestellung zuvorzukommen.

(Peter Giesecke)

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