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Microsoft zieht fehlerhaftes Firmware-Update für Surface Pro 2 zurück

Eine im Rahmen des Dezember-Patchdays vor über einer Woche ausgelieferte Firmware sorgt aktuell für Ärger bei Besitzern eines Surface Pro 2. Sie berichten nach der Installation über erhebliche Probleme. Inzwischen hat Microsoft das fehlerhafte Update zurückgezogen.

19.12.2013, 15:01 Uhr
Microsoft© Microsoft

Fehlerhafte Updates gehören wohl zu den schlimmsten Albträumen von Hard- und Software-Herstellern. Bestenfalls geht die Sache relativ glimpflich aus, in wenigen Fällen enden derartige Pannen aber auch mit kompletten Systemcrashs. Auch Microsoft kennt die großen Gefahren kleiner Bugs nur allzu gut. Im jüngsten Fall traf es dabei ausgerechnet das neue Tablet-Flaggschiff Surface Pro 2. Ein im Rahmen des Dezember-Patchdays ausgeliefertes Firmware-Update sorgte bei vielen Nutzern für erhebliche Probleme. Nun zog Microsoft die Notbremse.

Abstürze, Ausfälle, Ärger

Das Unternehmen reagierte damit auf eine seit rund einer Woche zu beobachtende massive Häufung von Kundenbeschwerden. So beklagten sich zahlreiche Nutzer etwa im Microsoft-Support-Forum zunächst darüber, dass sich das neue Update nicht installieren lasse beziehungsweise dauerhaft als "fehlgeschlagen" angezeigt werde. Das Gros der Fehler zeigte sich allerdings erst, nachdem es einigen Surface-2-Pro-Besitzern per Workaround gelungen war, eine Installation der Firmware zu erzwingen.

In der Folge berichteten diese über plötzliche "Bluescreen"-Abstürze, sporadische Ausfälle des Touchpads, schlechte WLAN-Verbindungen sowie falsch angezeigte Akkuwerte und Restlaufzeiten. Auch ließ sich das Tablet in einigen Fällen nicht mehr oder nur mit Verzögerung aus Standby-Modus oder Ruhezustand aufwecken. Mehrfach moniert wurde zudem, dass der Akku des Gerätes trotz angedocktem Netzstecker nicht mehr geladen werden könne.

Wie ein Support-Mitarbeiter von Microsoft am Mittwoch in einem Forenbeitrag ankündigte, seien inzwischen Maßnahmen ergriffen worden, um die fehlerhafte Firmware wieder zu entfernen. Nutzern zufolge wird das System dazu automatisch via Windows Update auf die vorherige Version zurückgesetzt. Die Veröffentlichung eines neuen Updates soll laut Microsoft erst nach den Feiertagen erfolgen, da noch notwendige Testläufe ausstünden. Darüber hinaus sicherte der Konzern sämtlichen Betroffenen zu, dass jeder durch die Panne verursachte Hardware-Schaden, beispielsweise am Akku, umgehend über die Garantie ersetzt werde. Das tatsächliche Ausmaß des Zwischenfalls ist derweil weiterhin unklar.

(Christian Wolf)

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