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Microsoft: Wirbel um Windows-Phone-Kampagne

Mit einer offensiven Werbekampagne versucht Microsoft derzeit in den USA, sein Mobil-Betriebssystem Windows Phone zu vermarkten. Kernstück der Marketingaktion sind Duelle mit anderen Smartphone-Plattformen - ein riskantes Unterfangen, wie sich nun zeigte.

01.04.2012, 09:01 Uhr (Quelle: DPA)
Microsoft© Microsoft

Ziemlich siegessicher hat Microsoft zu einer riskanten Werbekampagne für sein mobiles Betriebssystem Windows Phone eingeladen - und musste einen unangenehmen Dämpfer einstecken.

Smoked by Android Phone

Besitzer anderer Smartphones werden in den USA zu einem Geschwindigkeits-Wettstreit mit einem Windows-Phone-Gerät aufgerufen. Dem Sieger winkt ein Notebook im Wert von 1.000 Dollar. Verlierern wird unter dem Slogan "Smoked by Windows Phone" angeboten, ihr Telefon gegen eines mit dem Microsoft-System einzutauschen. Offenbar nicht gerechnet hat der Windows-Konzern allerdings damit, in dem Vergleichstest mit eng vorgegebenen Regeln geschlagen zu werden, wie der Fall eines Nutzers zeigt.

Sahas Katta, Chef einer IT-Firma, kreuzte in dem Microsoft Store im kalifornischen Santa Clara mit einem Samsung Galaxy Nexus auf, das bereits über die neueste Version 4.0 des Google-Betriebssystems Android verfügte. Die Aufgabe sei gewesen, als Erster das Wetter in zwei verschiedenen Städten auf dem Smartphone-Bildschirm aufzurufen, berichtete Katta auf seinem Blog. Er hatte den Sperrbildschirm auf seinem Smartphone abgeschaltet, was ihm erlaubt habe, die Microsoft-Mitarbeiterin "um den Bruchteil einer Sekunde" zu überholen. Allerdings sei ihm gesagt worden, dass er verloren habe: Mit dem Vorwand, dass die Städte in zwei verschiedenen US-Staaten hätten liegen müssen.

Die Geschichte von Katta sorgte im Netz für herbe Kritik an Microsoft und hatte für ihn doch noch ein gutes Ende. Microsoft-Manager Ben Rudolph versprach über den Online-Kurznachrichtendienst Twitter, er wolle die verlorene Wette einlösen. Katta werde ein HP-Notebook, ein Nokia Lumia 800 und eine Entschuldigung bekommen, schrieb er am Montag. Die Geräte konnte sich der Blogger mittlerweile aus dem Microsoft Store abholen. Nun sollen sie versteigert werden - für einen guten Zweck.

(Christian Wolf)

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