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Microsoft: Windows 8 über 200 Millionen Mal verkauft - nur ein Achtungserfolg

Windows 8 ist inzwischen über 200 Millionen Mal verkauft worden. Damit breitet sich die aktuelle Version etwas langsamer aus als der Vorgänger Windows 7.

16.02.2014, 14:01 Uhr (Quelle: DPA)
Microsoft© Microsoft

Das aktuelle Microsoft-Betriebssystem Windows 8 ist inzwischen über 200 Millionen Mal verkauft worden. Microsoft-Marketingchefin Tami Reller nannte die Zahl gut 15 Monaten nach der Markteinführung am Donnerstag bei einer Konferenz der Investmentbank Goldman Sachs.

Schrumpfender PC-Markt drückt Verkäufe

Damit breitet sich die aktuelle Version etwas langsamer aus als der Vorgänger Windows 7, von dem im ersten Jahr rund 240 Millionen Lizenzen verkauft worden waren. Allerdings ist der PC-Markt im vergangenen Jahr auch um 10 Prozent geschrumpft, weil die Kunden lieber Smartphones und Tablets kaufen. Aktuell drängt das anstehende Ende der Sicherheits-Updates für das betagte OS Windows XP viele Nutzer zum Umstieg auf neuere Systeme.

Windows 8 war Ende Oktober 2012 auf den Markt gekommen. Microsoft setzte stark auf Steuerung per Touchscreen und versuchte, eine einheitliche Oberfläche für PC und Tablet zu entwickeln. Das sorgte für Kritik von PC-Nutzern, die nicht auf die gewohnte Bedienung verzichten wollten. Die Neuerungen wurden bei Updates teilweise wieder zurückgenommen. Die Marke von 100 Millionen Lizenzen knackte Windows 8 im Mai vergangenen Jahres. Zum Marktstart wurde Windows 8 mit Rabatt angeboten, was den Absatz ankurbelte.

Zwischen Hoffen und Bangen

Die anfängliche Hoffnung der Hersteller, das neue Windows könnte den Abwärtstrend der Branche stoppen, erfüllte sich allerdings nicht. Einige Marktforscher erklärten sogar, die Unzufriedenheit der Kunden mit dem neuen Design habe die Talfahrt zunächst noch beschleunigt. Zugleich sieht aber etwa der weltgrößte PC-Hersteller Lenovo die neuen Möglichkeiten für Kombinationen aus Notebook und Tablet als einen Treiber für sein aktuelles Wachstum.

Die Absatzzahlen beinhalten sowohl die Lizenzen, die mit neuen PCs oder Tablet-Computern in den Handel gegeben wurden, als auch die Updates für bereits vorhandene Systeme. Nicht enthalten sind die Lizenzen, die Microsoft im Rahmen von so genannten Volumen-Vereinbarungen an größere Unternehmen und Organisationen vergeben hat.

(Christian Wolf)

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