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Microsoft: Windows 8 erhält SkyDrive-Integration

Der Microsoft-Cloud-Speicherdienst SkyDrive wird nahezu nahtlos in die kommende Windows-Version 8 integriert. Auch unter Windows Vista und 7 soll der Zugang zu SkyDrive deutlich vereinfacht werden.

22.02.2012, 17:31 Uhr
Microsoft© Microsoft

Cloud-Speicher liegen im Trend. Der Grund ist einfach: Während sich die Auswahl an mobilen, internetfähigen Endgeräten angesichts des boomenden Smartphone- und Tablet-Marktes immer weiter fragmentiert, steigt gleichzeitig der Bedarf nach einem neuen Ablagezentrum für häufig sowohl unterwegs als auch Zuhause genutzte Dokumente oder Dateien. Microsofts aktuelle Antwort auf diese Entwicklung ist die hauseigene Online-Festplatte SkyDrive, die derzeit von 17 Millionen Nutzern verwendet wird. Um die Attraktivität des Dienstes künftig weiter zu steigern, wird SkyDrive zudem nahezu nahtlos in die kommende Windows-Version 8 integriert. Das kündigte Microsoft-Chefentwickler Steven Sinofsky auf dem "Building Windows 8"-Blog an.

SkyDrive als zentraler Online-Speicher

Demnach soll SkyDrive als zentraler persönlicher Speicher jedes Windows-Nutzers fungieren, der jederzeit, mit jedem Gerät und von überall via Internet erreichbar ist. Zur Verwirklichung dieses Ziels wollen die Redmonder die Erreichbarkeit des Online-Speichers deutlich intuitiver gestalten und die Unterschiede zu lokalen Laufwerken verwischen. Eine neue App in Metro-Style-Optik soll Anwendern etwa den einfachen Zugang zu ihrem SkyDrive-Account sowie sämtlichen Inhalten aus dem Betriebssystem heraus gewähren. Geplant ist außerdem, SkyDrive als Speichermöglichkeit direkt in die unter Windows 8 für die Bedienung per Touchscreen eingeführten "Charms"-Menüs zu integrieren.

Auf dem Cloud-Speicher abgelegte Dokumente werden so ebenfalls für Metro-Apps zugänglich, die ihren Nutzern das Bearbeiten von Dateien ermöglichen; neu erstellte Dokumente können somit ohne Umwege abgelegt werden – auf Wunsch auch automatisch. Gleichermaßen zu finden sein wird die SkyDrive-Verknüpfung im sogenannten "Share charm", der das Versenden von Dokumente oder Fotos über die Mail-App von Windows 8 erlaubt. Liegen die entsprechenden Dateien jedoch auf dem SkyDrive, entfällt das übliche Prozedere und E-Mail-Empfänger erhalten künftig einen Download-Link. Das Versenden von Anhängen soll damit bald der Vergangenheit angehören.

SkyDrive-Integration in den Windows Explorer

Wird Windows 8 mit dem klassischen Desktop gestartet, lässt sich SkyDrive auch dort über eine neue App mit Drag-&-Drop-Unterstützung nutzen. Das Tool soll zudem unter Windows Vista und 7 lauffähig sein. Nach Installation steht dabei im Windows Explorer ein neuer Ordner zur Verfügung, der als vollständiges Abbild des eigentlichen SkyDrives dient und bei Veränderungen in Echtzeit synchronisiert wird. Die maximal unterstützte Dateigröße beträgt 2 Gigabyte.

Darüber hinaus bietet die App alternativ die Möglichkeit, den umgekehrten Weg zu gehen und via Internet auf den (laufenden) heimischen Computer zuzugreifen – etwa um Dokumente abzurufen, die bislang nicht auf der Cloud-Festplatte archiviert sind. Um einen Missbrauch der Funktion auszuschließen, genügt dafür jedoch nicht nur der Zugriff über den SkyDrive-Account. Als zusätzliche Sicherheitsbarriere soll die Eingabe eines zufällig generierten Codes dienen, der jeweils zuvor per SMS oder E-Mail an den Nutzer verschickt wird und als ID-Nachweis dient.

(Christian Wolf)

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